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Rheinland-Pfalz: Katzenelnbogen

Rektor aus RLP warnt: Sind zwei Jugendliche durch Plastiktüten erstickt?

Wie die Rhein-Zeitung berichtet, ist in den vergangenen Wochen ein Jugendlicher durch einen gefährlichen Internet-Trend ums Leben gekommen. Die Rede ist von der sogenannten „Plastic Bag Challenge“ (Plastiktütenherausforderung). Laut dem Blatt gibt es im Westerwald möglicherweise einen zweiten ähnlichen Vorfall.

Zwei Jugendliche durch Internet-Challenge gestorben?

Der Schulleiter der Katzenelnbogener Realschule plus/FOS, Rüdiger Klotz, warnt derzeit laut der Rhein-Zeitung seine Schüler sowie deren Eltern vor einem äußerst fragwürdigen Internet-Trend. Auslöser dafür ist der Tod eines Jugendlichen einer befreundeten Schule. Der Teenager soll laut dem Blatt an der lebensgefährlichen „Plastic Bag Challenge“ teilgenommen haben. Bei diesem Internetaufruf handelt es sich um eine Aktion bei der angeblich Spenden gegen die Plastikvermüllung der Weltmeere gesammelt werden. Jedoch entspricht das nicht ganz der Wahrheit. Der Direktor schrieb laut der Rhein-Zeitung in einer Rundmail: „Jede Teilnahme an diesem Schwachsinn kann durch Vergiftung beim Atmen in einer Plastiktüte zum Tod des Teilnehmers führen. Bitte vermeiden Sie weitere Unglücksfälle“.

Wie die Rhein-Zeitung berichtet, gab es möglicherweise einen zweiten ähnlichen tödlichen Vorfall im Westerwald.

Was ist die Plastic Bag Challenge? 

Die Plastic Bag Challenge kursiert schon mehrere Jahre im Internet. Bereits 2015 berichteten unter anderem die Jugendmagazine „Bravo“ und „Mädchen“ darüber. Laut den Heften ist der Inhalt des perfiden „Spiels“, sich eine Plastiktüte über den Kopf zu ziehen und so lange wie möglich darunter auszuharren, bevor man wieder nach Luft schnappen müsse. Angeblich soll hinter der Aktion die National Fish und Wildlie Foundation stecken. Im Netz kursiert das Gerücht, dass die Organisation für jede Minute unter der Tüte 5 Dollar für die Säuberung der Meere spenden will. Auf einem Flyer heißt es  „Schau nicht weg, hilf uns, die Erde zu einem besseren Ort zu machen“.

Laut der Rhein-Zeitung gibt es diese Naturschutzgruppe zwar wirklich, jedoch haben sie nichts mehr mit der fragwürdigen Challenge zu tun. Etliche Videos tauchen auf diversen Plattformen auf, die Jugendliche mit einer Plastiktüte auf dem Kopf zeigen.

Selbst wenn der Aufruf echt wäre, ist die Aufforderung viel zu gefährlich. „Wer unter der Plastiktüte keinen Sauerstoff mehr bekommt, kann innerhalb weniger Sekunden das Bewusstsein verlieren und ersticken.“, schreib das Blatt.