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Macron verspricht schnellen Wiederaufbau

Nach der Brandkatastrophe von Notre-Dame hat Präsident Macron ehrgeizige Pläne präsentiert.

In einer Fernsehansprache an die Nation kündigte er am Abend an, die Kathedrale werden innerhalb von fünf Jahren wiederaufgebaut und noch schöner als je zuvor. Frankreich sei ein Volk von Baumeistern, so Macron.

Bereits gestern war eine Spendenaktion angelaufen. Französische Industriellen-Familien versprachen bereits Spenden in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro. Die Stadt Paris will eine internationale Geberkonferenz.

Heute um 18 Uhr 50 sollen in ganz Frankreich die Glocken läuten.

Um diese Zeit war am Montag abend das verheerende Feuer in Notre-Dame entdeckt worden..

Quelle: dpa

 

 

 


 

Verehrender Brand in Paris: Menschen weltweit bestürzt  

Die rund 400 Einsatzkräfte haben den verheerenden Brand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame nach mehrstündigen Löscharbeiten bis zum frühen Dienstagmorgen unter Kontrolle gebracht. Das berichteten die Zeitungen „Le Figaro“ und „Le Parisien“ übereinstimmend auf ihren Online-Seiten unter Berufung auf die Feuerwehr.

Der Brand verwüstete den Sakralbau im Herzen der französischen Hauptstadt, der Dachstuhl stand lichterloh in Flammen. Das Feuer war am Montagabend ausgebrochen, über Stunden schlugen die Flammen in den Himmel. Der kleine Spitzturm in der Mitte des Dachs brach zusammen. Das genaue Ausmaß der Zerstörungen war in der Nacht noch nicht bekannt. Mehreren Medienberichten zufolge soll bei den Löscharbeiten ein Feuerwehrmann schwer verletzt worden sein.

 

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RPR1.Reporterin Dorothea Finkbeiner ist live vor Ort 

 

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Bild: picture alliance / abaca

 

Notre-Dame soll wieder aufgebaut werden

Staatschef Emmanuel Macron hatte am späten Montagabend gesagt, das Schlimmste sei verhindert worden, denn die Fassade und die beiden Haupttürme seien nicht zusammengestürzt.

„Man kann annehmen, dass die Struktur von Notre-Dame gerettet und in ihrer Gesamtheit bewahrt ist“, sagte Feuerwehrchef Jean-Claude Gallet laut der Deutschen Presse-Agentur. Zeitweise waren die Einsatzkräfte nicht sicher gewesen, ob sie die Ausbreitung des Feuers aufhalten können.

Die Staatsanwaltschaft leitete Untersuchungen wegen unbeabsichtigter Zerstörung durch Feuer ein - das heißt: von Brandstiftung ist bislang nicht die Rede. Mehreren Medienberichten zufolge könnte das Feuer mit Bauarbeiten auf dem Dach der Kirche zusammenhängen. Die Staatsanwaltschaft nahm zu solchen Berichten bislang keine Stellung. Die Ermittler begannen in der Nacht, die Arbeiter der Baustelle zu befragen, wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete. Auf dem Dach hatten die Bauarbeiter ein Gerüst angebracht.

 

 

Milliardärs-Familie verspricht 100 Millionen Euro für Wiederaufbau

Eine der wichtigsten Reliquien der katholischen Kirche wurde aus der brennenden Kathedrale gerettet. Es handele sich dabei um die Dornenkrone, die Jesus Christus bei seiner Kreuzigung getragen haben soll, sagte Patrick Chauvet, der Direktor des Gotteshauses. Die Flammen hätten den Kirchenschatz glücklicherweise nicht erreicht.

Macron sagte: „Notre-Dame von Paris, das ist unsere Geschichte.“ Zudem ist es eine der wichtigsten Pariser Touristenattraktionen und wird jährlich von Millionen Menschen besucht. Die Kathedrale steht im Herzen der Stadt auf der Seine-Insel Île de la Cité. Er kündigte eine nationale Spendensammlung an, um den Wiederaufbau zu finanzieren.

Wie einige Medien bereits berichten, soll die französische Milliardärs-Familie Pinault nun 100 Millionen Euro für den Wiederaufbau versprochen haben. François-Henri Pinault gab demnach in einer Mitteilung an, dass er und sein Vater François Pinault entschieden hätten, dass die Familien-Holding Artemis das Geld bereitstellen werden, um sich am Wiederaufbau zu beteiligen.

Zu dem Konzern gehören unter anderem Modemarken wie Gucci, Briono und Saint Laurent. François-Henri Pinault ist als Kunstliebhaber bekannt. Die Familie gehört zu den reichsten Franzosen.

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 François-Henri Pinault und Ehefrau Salma Hayek. Bild: picture alliance/AP/Invision

 

Geschichte reicht bis in die Mitte des 12. Jahrhunderts zurück

Die Geschichte der Kathedrale reicht bis in die Mitte des 12. Jahrhunderts zurück. Die Dimensionen der im gotischen Stil konstruierten und der Jungfrau Maria geweihten Kirche mit ihren beiden majestätischen Türmen sind gewaltig: Die Kathedrale ist 127 Meter lang, 40 Meter breit und bis zu 33 Meter hoch. Mit seinem 1831 erschienenen Roman „Der Glöckner von Notre-Dame“ verewigte Victor Hugo die Kathedrale in der Literatur.

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Bild: picture alliance/Glasshouse Images

 

Quelle: dpa