Gabriel: USA, China und Russland müssen mit Pjöngjang direkt reden

Im Atomstreit mit Nordkorea regt Bundesaußenminister Gabriel direkte Gespräche mit dem isolierten kommunistischen Regime an.

«Dazu müssen drei Mächte gemeinsam an den Tisch: die USA, China und Russland», sagte der SPD-Politiker der «Bild»-Zeitung. Dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un müsse eine «eine andere Sicherheitsgarantie als die Atombombe» vor Augen geführt werden.

Der Staatschef sei «eben nicht irre», sagte Gabriel. «Er folgt einer kühl überlegten Strategie: Wenn er die Atombombe hat, dann - so denkt er - ist sein Regime gesichert. Weil sich niemand trauen wird, ihn zu bedrohen.»

Gabriel plädierte zugleich dafür, die jüngst verhängten Strafmaßnahmen und deren Wirkung abzuwarten. «Sanktionen brauchen Zeit, bis sie wirken.»

Die USA hatten am Wochenende die Führung in Pjöngjang erneut eindringlich gewarnt, dass ein Angriff auf sie oder Verbündete zur Vernichtung Nordkoreas führen würde.

(Quelle: dpa)