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Tausende Bewohner in Gefahr: In Nordengland droht Dammbruch

Starke Regenfälle haben im Norden Englands einen wichtigen Damm derart beschädigt, dass im Falle eines Bruchs die Zerstörung eines ganzen Ortes nicht auszuschließen ist.

Angst vor Dammbruch greifbar

Die Menschen in Nordengland rund um den Ort Whaley Bridge haben große Angst vor einem Dammbruch. Tausende Menschen mussten in Großbritannien in Sicherheit gebracht werden.

Um einen drohenden Dammbruch in Nordengland zu verhindern, haben die Behörden in der Nacht zum Freitag einen Hubschrauber zur Unterstützung angefordert. Dieser solle rund 400 Tonnen Material zum Umleiten des Wasserzuflusses in das Toddbrook Reservoir in der Nähe des bedrohten Städtchens Whaley Bridge einfliegen, berichteten die Agentur PA und der Sender BBC.

 

Massive Überflutungen drohen

Durch tagelangen Dauerregen sei das Toddbrook Reservoir nahe dem Städtchen südöstlich von Manchester schwer in Mitleidenschaft gezogen worden – und könne sogar ganz durchbrechen.

Feuerwehrtrupps bemühen sich weiterhin, mit Hochleistungspumpen den Pegel des Reservoirs zu senken. Ein Sprecher der Flussbehörde sagte, man könne erst „frühestens nach 24 Stunden“ sagen, ob ein Dammbruch ausgeschlossen werden könne. Experten befürchteten zudem, dass ein beschädigter Überlauf endgültig zusammenbrechen könnte. Die schlimme Folge könnten „massive Überflutungen“ sein.

 

Ort wie eine Geisterstadt

Es bestehe Lebensgefahr, warnte die Polizei. Menschen sollten der Gegend fernbleiben. Viele der etwa 6500 Einwohner von Whaley Bridge wurden evakuiert. Sie sollten ihre Haustiere und auch Medikamente mitnehmen.

Teile des Ortes seien schon jetzt „wie eine Geisterstadt“, berichtete ein Einheimischer der BBC. Zahlreiche Einwohner gehen davon aus, dass im Falle eines Dammbruchs ihr Ort weitgehend zerstört werden würde. Die Wassermassen würden dann direkt durch den Ort fließen, sagte ein Bürger aus Whaley Bridge dem Sender Sky News.

Auf Bildern, die von Hubschraubern aus aufgenommen worden waren, war eine starke Beschädigung des Staudamms an einer Stelle zu erkennen.

 

Quelle: dpa

 

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