Niki Lauda im Alter von 70 Jahren gestorben

Der dreimalige Formel-1-Weltmeister Niki Lauda ist im Kreise seiner Familie im Alter von 70 Jahren gestorben.

Lauda soll friedlich eingeschlafen sein

Eine Sprecherin der Fluggesellschaft Laudamotion, dessen Namensgeber Niki Lauda ist, schrieb im Namen der Familie Lauda: «In tiefer Trauer geben wir bekannt, dass unser geliebter Niki am Montag, den 20.05.2019 im Kreise seiner Familie friedlich entschlafen ist. Seine einzigartigen Erfolge als Sportler und Unternehmer sind und bleiben unvergesslich.»

Bereits vergangenen August war bekannt geworden, dass sich Lauda einer Lungentransplantation hatte unterziehen müssen. Der Eingriff wurde im Allgemeinen Krankenhaus in Wien durchgeführt. Die Ärzte hatten sich nach der großen Operation zunächst zuversichtlich gezeigt.

Laura Nowak aus der RPR1.Morningshow hat heute Morgen mit Anna Fleischhauer gesprochen, die Sportjournalistin kannte Lauda persönlich:

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Lauda war seit 2008 in zweiter Ehe mit Birgit Wetzinger verheiratet. Im Alter von 60 Jahren wurde er noch einmal Vater der Zwillinge Mia und Max. Aus seiner ersten Ehe mit Marlene Knaus stammen die Söhne Mathias (37) und Lukas (39), aus einer außerehelichen Beziehung Sohn Christoph (36).

 

Spätfolgen des dramatischen Unfalls von 1976

Niki Lauda startete zwischen 1971 und 1985 in der Formel 1 und wurde drei Mal Weltmeister. Bei einem dramatischen Unfall beim Rennen am Nürburgring 1976 zog sich Lauda schwerste Verletzungen zu. Knapp 200 Liter Benzin im Rennwagen liefen zum Teil  aus und entzündeten sich sofort. Erst nach über einer halben Minute konnte er aus dem brennenden Wrack befreit werden.

Lauda erlitt schwere Verbrennungen im Kopfbereich, im Gesicht und an den Händen. Durch das Einatmen des giftigen Rauchs wurde seine Lunge verätzt.

Als Spätfolgen der Medikation nach dem Unglück, wurden ihm nacheinander zwei neue Nieren transplantiert. Auch die kürzlich durchgeführte Lungentransplantation ist wohl auf den Unfall zurückzuführen.

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Bild: (c) dpa - Bildarchiv

 

Bis zuletzt im Renngeschehen

Bereits 1979 gründete Niki Lauda, der auch selbst Pilot war, die Fluggesellschaft "Lauda Air". Ab 1990 besaß das Unternehmen eine weltweite Linienflugkonzession. 2000 schied der Gründer aus der Fluglinie aus, das zuletzt unter dem Namen "NIKI" bekannt war.

Lauda war nach seinem Rückzug aus dem aktiven Renngeschehen bis zuletzt als Berater, TV-Experte und Kommentator bei zahlreichen Formel 1-Rennen tätig. 2016 wurde er für sein Lebenswerk bei den Laureus World Sports Awards geehrt.

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Bild: picture alliance/HOCH ZWEI

 

Große Trauer auch auf dem Nürburgring. Gegenüber RPR1. erklärte der Sprecher der berühmten Eifel-Rennstrecke den großen Verlust für die Motorsportwelt:

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Nürburgringsprecher über Lauda

 

Quelle: dpa