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Zeugenaufruf: Tonbandaufnahme soll Täter im Fall Würth überführen!

Die Staatsanwaltschaft und Polizei bittet um Mithilfe im Entführungsfall des 50-jährigen milliardenschweren Unternehmersohnes im hessischen Schlitz-Sassen: Eine Tonbandaufnahme soll den Erpresser überführen. Belohnung: 30.000 Euro!

Zeugen gesucht -  Belohnung: 30.000 Euro!

Entscheidende Hinweise im Kidnapping-Fall des Unternehmersohnes Würth liefert nun die Tonbandaufnahme eines Täters. Es konnte anhand einer sprachwissenschaftlichen Analyse ein Täterprofil erstellt werden. Der Erpresser ist demnach männlich, zwischen 40 und 52 Jahre alt und gebürtig aus Staaten des ehemaligen Jugoslawiens. Der Mann ist vermutlich „in den Ländern Serbien, Kosovo, Montenegro oder Mazedonien geboren und aufgewachsen“,  wie es von der Pressestelle Fulda heißt.

Die Ermittler gehen zudem davon aus, dass der Erpresser bereits vor 2001 nach Deutschland gekommen ist und sich die meiste Zeit in/um das Rhein-Main-Gebiet mit Schwerpunkt in Frankfurt und Offenbach aufgehalten hat und womöglich immer noch dort lebt. Darüber hinaus besteht der Verdacht, dass der mutmaßliche Täter womöglich in einem Dienstleistungsunternehmen gearbeitet haben könnte oder immer noch in der Branche tätig ist. Laut Ermittler könnte er auch als Bote oder Fahrdienstleister beschäftigt gewesen sein. „Denkbar ist auch eine Beschäftigung im sozial-karitativen Bereich oder in der Gastronomie“, heißt es von Seiten der Polizei. 

 

Wer kennt diese Stimme? Wer kennt den Täter?

 

Polizei bittet um Hilfe

Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters oder der Täter führen, ist eine Belohnung in Höhe von insgesamt 30.000 Euro ausgesetzt. Hinweise bitte an die Polizei in Fulda, unter der Telefonnummer 0800 / 181 2077, jede andere Polizeidienststelle oder über die Onlinewache der Hessischen Polizei, die rund um die Uhr im Internet unter www.polizei.hessen.de/onlinewache erreichbar ist.

 

Zum Entführungsfall:

Am Mittwoch, den 17. Juni 2015, wurde der 50-Jährige Markus Würth im osthessischen Schlitz-Sassen entführt. Der geistig behinderte Mann, der aufgrund eines Impfschadens seit 30 Jahren in einer hessischen Einrichtung lebte, erschien nicht wie üblich zum Mittagessen.

Wie die WELT berichtet, meldeten sich bald darauf Unbekannte per Telefonanruf und forderten drei Millionen Euro Lösegeld für die Freilassung des Unternehmersohnes. Nachdem das milliardenschwere Ehepaar Würth aufgrund einer Geschäftsreise aber nicht zu erreichen gewesen sei, ließen die Täter von ihrem erpresserischen Vorhaben ab. Der geistig behinderte Sohn des Unternehmers Reinhold Würth, auch als „Schraubenkönig“ bekannt, konnte 22 Stunden später in einem 130 Kilometer entfernten Waldgebiet bei Würzburg gefunden werden. Er war an einen Baum gefesselt worden und blieb unversehrt.

 

Quelle: Kriminalpolizei Fulda/ WELT