Bundesweiter Beschluss: Strengere Corona-Maßnahmen für Ungeimpfte

Am heutigen Donnerstag, der 02.12., wurden in Berlin weitere und schärfere Corona-Maßnahmen beschlossen. Die neuen Regelungen betreffen dabei vor allem Personen, die sich bislang nicht haben impfen lassen. Unabhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz wurde beispielsweise auf der Ministerpräsidentenkonferenz eine bundesweite 2G-Regel im Einzelhandel beschlossen.

Private Treffen

Ungeimpfte und nicht genesene Personen müssen ihre Kontakte noch drastischer reduzieren. Künftig dürfen sie sich lediglich mit zwei Personen eines anderen Haushalts treffen. Ehepartner oder Lebensgefährten, die nicht zusammen leben, gelten dabei als ein Haushalt und Kinder unter 14 Jahren sind von der Regel ausgenommen.

 

Maskenpflicht in der Schule

In Schulen soll die Maskenpflicht generell für alle Klassenstufen gelten – und das überall auf dem Schulgelände, also auch dort, wo dies bisher nicht der Fall war.

 

Veranstaltungen, Clubs und Kultur

Auch im Bereich der Kultur- und Freizeitveranstaltungen wird nun bundesweit und unabhängig von der Inzidenz gehandelt: Im gesamten Freizeitbereich gilt jetzt die 2G-Regel. Also ohne Impfschutz oder Genesung wird beispielsweise der Besuch von Kinos, Theater, Bars und Gastronomie nicht möglich sein. Abhängig von der Region kann diese Regel zudem zu einer 2G+ Regel ausgeweitet werden. Dann wird für den Besuch zusätzlich ein aktueller negativer Text benötigt.

Clubs und Diskotheken sollen außerdem ab einer Sieben-Tage-Inzidenz über 350 geschlossen werden und keine Gäste mehr empfangen dürfen.

Bei Großveranstaltungen in Innenräumen dürfen aufgrund der neuen Maßnahmen nur bis zu 5000 Personen zusammenkommen. Im Freien wird die Teilnehmerzahl auf 30 bis 50 Prozent der Kapazitäten und maximal 15.000 Besucher*innen begrenzt. Dies gilt auch für Fußballstadien.

Private Veranstaltungen in Innenräumen dürfen mit maximal 50 Personen, die der 2G-Regel entsprechen, stattfinden. Für Veranstaltungen im Freien gilt eine Grenze von 200 Menschen.

 

Keine Böller an Silvester

Die Ministerpräsident*innen einigten sich auf ein generelles Verkaufsverbot für Böller und Feuerwerk vor Silvester.

 

Erweiterte Impfstrategie

Wie Angela Merkel und der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz ankündigten, soll sich ein erweiterter Krisenstab bis zum Jahresende um einer neue Impfoffensive annehmen. Der Plan sei, dass bis zu 30 Millionen Impfungen noch dieses Jahr verimpft werden. Künftig dürfen dabei auch Pflegefachkräfte, Apotheker*innen und Zahnärzt*innen zur Spritze greifen: Der neue Beschluss berechtigt auch diese Berufsgruppen zur Verabreichung der Corona-Schutz-Impfung.

 

 

Quelle: dpa