Kardinal Pell kann weiter auf Freispruch hoffen

Nach seiner Verurteilung wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger kann der australische Kardinal George Pell weiterhin auf einen Freispruch hoffen.

Das oberste australische Gericht, der High Court in der Hauptstadt Canberra, entschied am Mittwoch (Ortszeit), sich mit dem Einspruch des ehemaligen Finanzchefs des Vatikans zu befassen und seinen Antrag nicht schon im Vorfeld abzulehnen. Damit könnte die ehemalige Nummer drei des Vatikans möglicherweise noch um eine mehrjährige Haftstrafe herumkommen.

Mit der eigentlichen Befassung wird jedoch frühestens nach der Sommerpause des Gerichts im Februar gerechnet. Der 78-Jährige hofft darauf, dass seine Verurteilung kassiert wird. Pell ist der ranghöchste Geistliche in der Geschichte der katholischen Kirche, der wegen Kindesmissbrauchs verurteilt wurde. Er war lange ein enger Vertrauter von Papst Franziskus.

(Quelle: dpa)