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Patient nach zwei Wochen tot in Klinik-Keller gefunden

Ein dementer Patient war vor zwei Wochen spurlos in einem Hamburger Krankenhaus verschwunden: Nun wurde er tot im Keller der Klinik gefunden.

Dementer Mann war zwei Wochen verschwunden

Wie die Hamburger Morgenpost unter Berufung auf die Asklepios-Kliniken und Polizei berichtet, wurde kürzlich ein Patient tot im Keller eines Krankenhauses in Hamburg gefunden. Dabei handelte es sich um einen dementen Mann, der zum Zeitpunkt des Fundes bereits seit zwei Wochen verschwunden war.

 

An Herzversagen gestorben

Dem Bericht zufolge sei der 76-Jährige am 13. Juli beim Krankenhausaufenthalt in den Asklepios-Kliniken in Hamburg kurz vor der Entlassung offenbar unbemerkt durch eine Fluchttür in ein Treppenhaus gelangt. Dort sei der demente Mann dann nicht mehr herausgekommen, weil sich die Tür zur Station von außen nicht öffnen ließ. Den Fluchtweg zur Straße habe er nicht gefunden. Stattdessen sei er den Berichten zufolge ins zweite Untergeschoss gelaufen und dort unter der Treppe durch eine in der Wand eingelassene Stahltür in eine kleine Kammer geklettert. Hier starb er laut ersten Polizei-Erkenntnissen an Herzversagen.

 

Öffentlichkeitsfahndung nach Mann blieb erfolglos

Suchmaßnahmen nach dem verschwundenen Patienten wurden zwar sofort eingeleitet, doch gefunden wurde er zunächst nicht. Polizei und Klinik hätten laut eigenen Angaben sogar mit einer Öffentlichkeitsfahndung und einem Suchhund nach dem 76-Jährigen gesucht. Erst am 28. Juli hätten Krankenhausmitarbeiter dann einen seltsamen Geruch im Keller bemerkt und die schreckliche Entdeckung gemacht.

Mathias Eberenz, Sprecher des Krankenhausbetreibers Asklepios, sagte in einer Stellungnahme: „Es ist ein tragisches Geschehen, die Kollegen sind alle sehr betroffen. Alle dachten, der Patient habe das Haus verlassen."

 

Quelle: Hamburger Morgenpost