Bessere Noten für Nacktbilder - Bewährungsstrafe für Lehrer

In Niedersachsen hat ein Lehrer in mehreren Fällen Nacktfotos und körperliche Gefälligkeiten von seinen Schülerinnen gefordert – und ihnen im Austausch dagegen bessere Noten gegeben.

Mädchen erpresst

Gegen den Realschullehrer wurde ein Strafbefehl mit einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten zur Bewährung erlassen, teilte die Ermittlungsbehörde am Dienstag mit. Dem 37-Jährgien sei auch die Zahlung von 5000 Euro auferlegt worden.

Für ein Nacktfoto einer 14-Jährigen soll der Lehrer dem Mädchen per Chat eine bessere Note angeboten haben. Die Schülerin schickte ihm dann nach Angaben der Staatsanwaltschaft Braunschweig noch ein weiteres Bild, um ein angedrohtes Elterngespräch zu verhindern.

 

Lehrer wurde freigestellt

Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft soll der Mann auch mit weiteren Mädchen Chatnachrichten geschrieben haben. Zwei Schülerinnen soll er dabei auch bessere Noten für Gefälligkeiten wie Küsschen angeboten haben. „Die beiden Schülerinnen gingen auf diese Angebote aber nicht ein“, berichtete der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Christian Wolters. Diese Verfahren wurden ihm zufolge angesichts der schwerer wiegenden Vorwürfe eingestellt.

Gegen den Strafbefehl im Fall der 14-Jährigen wegen Bestechlichkeit in zwei Fällen hat der Lehrer Einspruch eingelegt. Ein Sprecher der Landesschulbehörde in Lüneburg teilte mit, dass der Pädagoge von seinen schulischen Aufgaben freigestellt sei und derzeit nicht unterrichte. Gegen den Beamten laufe ein Disziplinarverfahren.

Wie die Bild-Zeitung berichtet, fand die Polizei bei einer Razzia  Kinderpornos auf dem Rechner des Lehrers. Dafür wurde er im Frühjahr zu einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen verurteilt. Die Taten liegen zum Teil fünf Jahre zurück.

 

Quelle: dpa