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Irreführende Infos aus dem Internet bringen Schüler und Lehrer in Bergnot

Über 100 Schüler*innen und Lehrer*innen aus Rheinland-Pfalz sind im österreichischen Kleinwalsertal mit Hubschraubern aus Bergnot gerettet worden.

Jugendliche und Lehrkräfte aus dem Raum Ludwigshafen

99 Jugendliche im Alter von 12 bis 14 Jahren und 8 Lehrkräfte aus dem Raum Ludwigshafen waren am Dienstag, den 07.06.2022, auf einer Route unterwegs, die für ihre Ausrüstung und Fähigkeiten zu schwer war, wie die Polizei Vorarlberg mitteilte. Die Lehrer*innen hätten die Route aufgrund irreführender Informationen aus dem Internet ausgesucht.

 

Von wegen „klassische Feierabendrunde“

Die Route sei im Internet als „klassische Feierabendrunde“ beschrieben worden, erklärte die Polizei. „Tatsächlich ist der schmale Heuberggrat ein teilweise ausgesetzter Weg mit Kletterpassagen, der Schwindelfreiheit, Trittsicherheit, sowie Erfahrung im alpinen Gelände erfordert.“ Außerdem sei der Boden nass und rutschig gewesen.

 

Schüler*innen geraten in Panik

Als sich die Gruppe dazu entschloss umzukehren, rutschten zwei Schüler ab und verletzten sich leicht. Einzelne Jugendliche gerieten daraufhin in Panik. Die Lehrkörper setzten einen Notruf an. Alle 107 Personen wurden anschließend mit zwei Helikoptern auf einen nahen gelegenen Forstweg gebracht, wie der Bürgermeister von Mittelberg, Andy Haid, sagte. Neben den beiden Leichtverletzten waren mehrere Schüler*innen „erschöpft, unterkühlt, durchnässt und völlig aufgelöst“, wie die Polizei sagte.

 

Probleme bei der Route belannt

Bürgermeister Haid kritisierte im Zusammenhang mit dem Vorfall insbesondere den Autor des Interneteintrags, worauf die Lehrkräfte sich bezogen. Es gebe immer häufiger solche „äußerst verantwortungslose Internetbeiträge, die zu lebensbedrohlichen Situationen führen.“ Der Fall werde nach Abschluss der Erhebungen der Staatsanwaltschaft Feldkirch zur strafrechtlichen Beurteilung übermittelt, hieß es.

Die Route ist laut Bürgermeister Heid nicht mehr als offizieller Wanderweg ausgeschildert, da es bereits in der Vergangenheit Probleme gegeben habe.

 

Quelle: dpa

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