Iranische Raketenangriffe auf US-Militär im Irak

Der Iran hat aus Vergeltung für die Tötung seines Top-Generals Ghassem Soleimani zwei von US-Soldaten genutzte Militärstützpunkte im Irak angegriffen.

Betroffen seien der Luftwaffenstützpunkt Ain al-Assad im Zentrum des Iraks und eine Basis in der nördlichen Stadt Erbil, erklärte das US-Verteidigungsministerium. Im Weißen Haus kamen die wichtigsten Minister von US-Präsident Trump zu einer Krisensitzung zusammen.

Die iranischen Revolutionsgarden teilten mit, bei der «Operation Märtyrer Soleimani» sei der mit 35 Raketen attackierte Luftwaffenstützpunkt Ain al-Assad «vollständig zerstört» worden. Der Angriff sei «in jeder Hinsicht ein voller Erfolg».

Die Revolutionsgarden warnten direkt nach den Attacken den «großen Satan» USA vor Gegenangriffen. Jede US-Reaktion werde mit einer härteren Reaktion erwidert, hieß es. Außerdem sollten die Verbündeten der USA wissen, dass auch ihre den Amerikanern zur Verfügung gestellten Stützpunkte Ziel iranischer Angriffe werden könnten, falls von dort aus Angriffe auf den Iran erfolgen sollten.

In Erbil sind auch deutsche Bundeswehr-Soldaten stationiert. Ein Sprecher des Einsatzführungskommandos sagte, den Soldaten gehe es gut. Man stehe in ständigem Kontakt mit ihnen.

(Quelle: dpa)