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Deutschland stoppt vorerst Impfungen mit AstraZeneca!

Wegen gesundheitlicher Bedenken setzt nun auch Deutschland vorerst Corona-Impfungen mit dem Impfstoff AstraZeneca aus.

Weitere Untersuchungen des Impfstoffs notwendig

Laut Bundesgesundheitsministerium stoppt Deutschland vorerst den Einsatz des Vakzin AstraZeneca aufgrund einer aktuellen Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts zu notwendigen weiteren Untersuchungen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. ​Nach neuen Meldungen von Thrombosen der Hirnvenen im zeitlichen Zusammenhang mit der Corona-Impfung in Deutschland und Europa halte das Institut weitere Untersuchungen für notwendig.

Das Paul-Ehrlich-Institut verteidigt seine Empfehlung. Von den sieben Fällen mit Blutgerinseln nach einer Impfung seien drei tödlich verlaufen, sagte Institutspräsident Cichutek am Abend im Ersten. Dies sei eine neue Lage und müsse untersucht werden. Deutsche Ärzte sehen das Aussetzen dagegen kritisch: Die Ereignisse seien sehr selten, sagt beispielsweise Christoph Spinner vom Klinikum rechts der Isar in München. Außerdem impfe man derzeit vor allem Menschen mit Vorerkrankungen und einem teils von vornherein gesteigerten Thrombose-Risiko.

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) will nun entscheiden, "ob und wie sich die neuen Erkenntnisse auf die Zulassung des Imfpstoffes auswirken". 

Impfstopp auch in weiteren Ländern

Bereits die Niederlande, Irland, Dänemark, Norwegen und Island haben nach Berichten über Komplikationen durch Blutgerinnsel nach der Impfung den Einsatz des Impfstoffs vorübergehend ausgesetzt. In Italien und Österreich wurde die Verwendung bestimmter Chargen gestoppt. In den Niederlanden habe es zwar bislang keine Vorfälle gegeben, man spreche hier nur von einer "Vorsichtsmaßnahme". 

 

Quelle: dpa