Prognose des VdK: Gesunde Ernährung wird zum Luxusgut

Der Sozialverband VdK warnt vor den Folgen stark steigender Preis für gesunde Lebensmittel. Sozial schwache Familien könnten es sich schon bald nicht mehr leisten, gesundes Essen zu kaufen.

Enorme Preisanstiege

Die Präsidentin Verena Bentele von Deutschlands größtem Sozialverband, dem VdK,  teilte dem Tagesspiegel ihre Befürchtung mit: Aufgrund der steigenden Preise würden Obst und Gemüse für Geringverdiener*innen und Menschen in Grundsicherung endgültig zum Luxusgut.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts haben sich die Preise für Nahrungsmittel im August im Jahresvergleich um ganze 4,6 Prozent erhöht. Dabei mussten Verbraucher*innen für Gemüse zuletzt neun Prozent mehr zahlen als vor einem Jahr, Salat war sogar knapp 38 Prozent teurer und machte sich auf dem Kassenzettel deutlich bemerkbar. Bei Obst betrug der Preisanstieg 2,5 Prozent.

 

Studie belegt: Keine ausgewogene Ernährung mit Hartz-IV-Regelsatz

Im Hartz-IV-Regelsatz seien gerade einmal fünf Euro am Tag für Lebensmittel vorgesehen, kritisierte Bentele. "Das reichte schon bisher nicht für eine ausgewogene Ernährung, wie Studien nachgewiesen haben", sagte die VdK-Präsidentin. Durch die momentanen Preisentwicklungen wird das Problem jetzt noch größer. 

 

Quelle: dpa/Tagespiegel

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