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Missbrauchsfälle auf Campingplatz: Fünf weitere Kinder in Obhut

Das Ausmaß der Kindermissbrauchsfälle auf einem Campingplatz in Lügde wird immer undurchsichtiger. Wie nun bekannt wurde, soll es weitere Opfer geben. Fünf Kinder wurden aus ihren Familien genommen.

Auch Eltern „könnten Täter sein“

Jahrelang wurden Kinder im nordrhein-westfälischen Lügde auf einem Campingplatz sexuell missbraucht. Nun zieht der schreckliche Fall immer weitere Kreise. Neben der Pflegetochter des hauptbeschuldigten 56-Jährigen  nahm das Jugendamt nun weitere fünf Kinder aus deren Familien.

Jugendamtsleiter Karl-Eitel John sagte gegenüber dem WDR: "Die Kinder sind auf alle Fälle Opfer. Die Eltern könnten Täter sein. Das wird ermittelt. Ein Kind lebte auch in einem Wohnwagen auf dem Campingplatz. Die Wohnsituation war desolat und stand in direktem Verdacht, in Opferschaft zu dem Täter zu stehen."

Dem hauptbeschuldigten Mann aus Lügde im Weserbergland wird tausendfacher Kindesmissbrauch mit mindestens 34 Opfern vorgeworfen. Die Gräueltaten sollen sich auf dem Campingplatz abgespielt haben. Zwei weitere Männer sollen ebenfalls beteiligt gewesen sein.

Wie das Jugendamt weiter erklärt, stehe im Raum, dass die Eltern die Kinder den mutmaßlichen Tätern zum Missbrauch „zugeführt“ hätten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen zwei Eltern.