Führerschein-Fragen: Diese Wissenslücken haben Autofahrer

Bei einem aktuellen Test des ADAC konnten von den 3.500 Teilnehmer*innen durchschnittlich nur 50 Prozent von 20 ausgewählten Originalfragen aus der Führerscheinprüfung beantworten.

Das wussten die meisten

Nur zwei Prozent der Teilnehmer*innen lagen bei mindestens 17 Testfragen richtig. Gerade mal die Hälfte erreichte neun bis zwölf. Am besten schnitten die Testpersonen bei der Frage nach der Abstandsregel ab. „Halbe Tachoanzeigen in Metern“, wussten 87 Prozent. Auch Fragen zur Dauer, bis ein Promille Alkohol abgebaut wird, zum richtigen Verhalten am Radfahrer-Schutzstreifen und zum Vorrang beim Abbiegen beantworteten mindestens 80 Prozent richtig.

 

Hier gab es große Wissenslücken

Die größten Defizite zeigten sich bei der Frage, welche Autos eine Feinstaubplakette benötigen. Nur sechs Prozent haben die Frage richtig beantwortet. Zum Thema „Telefonieren im Auto“ wussten zwölf Prozent Bescheid. Weniger als ein Viertel konnten Fragen zur Fahrphysik in der Kurve und zur Benutzung der Nebelscheinwerfer richtig beantworten. Große Wissenslücken gab es auch beim Reißverschlussverfahren. Gerade mal ein wusste, dass es anzuwenden ist, wenn ein Fahrstreifen endet oder wegen eines Hindernisses nicht durchgehend befahrbar ist. Eine erschreckende Erkenntnis war, dass 52 Prozent der Überzeugung sind, dass das Reißverschlussverfahren auch am Ende des Einfädelungsstreifens auf die Autobahn gilt.

 

Fragen zu häufigen Unfallursachen

Die Antwortmöglichkeiten waren nicht zufällig ausgewählt. Man habe sich auf häufige Unfallursachen im Fahrverhalten und auf Prüfungsfragen, die noch relativ neu sind, konzentriert. Die könnte erklären, weshalb jüngere Autofahrer im Test gut abschnitten.

 

Welche Gruppe schnitt besonders schlecht ab?

Besonders schlecht schnitten diejenigen ab, die ihr Verkehrswissen viel besser als das der anderen Autofahrer einschätzen. In dieser Gruppe waren besonders Männer und Jüngere unter 40 Jahren vertreten. Auch Vielfahrer*innen, die an mehr als 200 Tagen im Jahr unterwegs sind, glauben, dass sie sich überdurchschnittlich gut auskennen.

 

Quelle: dpa, adac.de

 

Mehr zur Umfrage erfahrt ihr auf der Seite des ADAC.

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