Dreimal so viele Badetote in Rheinland-Pfalz wie im Vorjahr

In Rheinland-Pfalz sind in den ersten acht Monaten dieses Jahres 15 Menschen beim Baden ertrunken. Das waren laut DLRG zehn mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Seen und Flüsse als Unfallschwerpunkte

Die Entwicklung läuft in Rheinland-Pfalz damit komplett gegen den Bundestrend. Deutschlandweit sind laut DLRG bisher mindestens 329 Menschen ertrunken. Das waren 20 weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Rheinland-Pfalz ist mit 15 Badetoten zwar nicht das Bundesland mit den meisten Todesfällen, doch mit einem Plus von zehn Opfern das Land mit der größten Zunahme.

 

Corona-Schließungen als Teilursache

Die Ursachen sind, laut DLRG, wie so oft Leichtsinn, Überschätzen der eigenen Leistungsfähigkeit, eine zu hohe Risikobereitschaft und insbesondere das Schwimmen in unbewachten Gewässern. Dadurch, dass zahlreiche Schwimmbäder coronabedingt geschlossen hatten oder nur beschränkt zugänglich waren, haben sich viele Menschen Alternativen im Freien gesucht.

 

80 Prozent Männer

Die meisten tödlichen Badeunfälle gab es mit 68 Opfern in Bayern - zwölf weniger als im Vorjahreszeitraum. In Nordrhein-Westfalen gab es 41 Opfer zu beklagen, 13 weniger als im Vergleichszeitraum, in Niedersachsen waren es ebenfalls 41 und damit so viele wie im Vorjahreszeitraum. Es starben zumeist Männer, ihr Anteil an den Todesfällen lag bei fast 80 Prozent. Gründe seien Selbstüberschätzung, Leichtsinn und oftmals auch Alkohol.

 

Quelle: dpa