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Diskussion um Gruselfigur „Huggy Wuggy“: Besteht Gefahr für Kinder?

Es häufen sich die Berichte über die Gruselfigur „Huggy Wuggy“, die Kinder verängstigt. Das Thema geht derzeit viral. Was steckt aber dahinter? Müssen sich Eltern Sorgen machen?

Wer oder was ist eigentlich Huggy Wuggy?

Huggy Wuggy ist eine Figur aus einem Horror-Videospiel, das Poppy Playtime heißt. Es spielt in einer verlassenen Spielzeugfabrik, in der gruselige Spielzeuge ihr Unwesen treiben. Das Spiel richtet sich an Jugendliche und Erwachsene. Für jüngere Kinder ist wegen seines Inhalts nicht geeignet. Doch oft kennen die Kinder die Figur gar nicht in diesem Kontext.
 

Wie kommen Kinder mit der Figur in Kontakt?

Viele Personen, die auf den Hype um die Gruselfigur aufspringen, produzieren Inhalte, die über Videoportale und Social Media-Kanäle wie Instagram, TikTok, YouTube oder auch Roblox verbreitet werden. Einige Kinder bekommen wahrscheinlich auch von älteren Geschwistern, im Kindergarten oder in der Schule von der populären Figur mit. Diese kann man sogar als Kuscheltier erwerben.
 

Ist Huggy Wuggy eine Gefahr für Kinder?

Nach Angaben von Klicksafe besteht generell keine Gefahr für Kinder. Gruselige Figuren seien schon immer Teil des Erwachsenwerdens. Kinder könnten dadurch auf spielerisch Weise lernen mit Emotionen wie Angst umzugehen. Es sei aber wichtig, dass Kinder dies in ihrem eigenen Tempo und selbstbestimmt tun können.

Wenn sich Kinder freiwillig für Gruselfiguren interessieren und sich spielerisch diesem Grusel aussetzen, sei es laut Klicksafe ein normaler Entwicklungsschritt. Oft diene es auch zur Abgrenzung gegenüber jüngeren Kindern. Quasi ein Beweis, dass man „schon groß“ ist.

Problematisch ist es aber, wenn Kinder unfreiwillig verängstigendem Inhalt ausgesetzt werden, die sie überfordern. Hier können Eltern helfen, indem sie Trösten und das Gesehene oder Gehörte einordnen.
 

Kinder im Internet schützen

Jüngere Kinder sollten im Internet nur begleitet und beaufsichtigt surfen. Die Geräte, sowie die genutzten Dienste sollten kindersicher eingestellt werden (Anleitung unter www.medien-kindersicher.de). Wenn es kindgerechte Angebote wie YouTube Kids gibt, sollten diese verwendet werden.

Ältere Kinder und Jugendliche, die weitgehend selbständig das Internet nutzen können, sollte man als Vertrauensperson unterstützen. Dies bedeutet, sich regelmäßig nach den gemachten Erfahrungen im Netz zu erkundigen, Interesse zeigt und auch ansprechbar zu sein, wenn es Probleme gibt. Nach Angaben von Klicksafe sollte den Kindern zudem vermittelt werden, dass sie jederzeit abschalten und die Situation verlassen können, wenn sie etwas ängstigt.
 

Wenn das Kind von Huggy Wuggy verängstigt ist

Wichtig ist es, die Ängste des Kindes ernst zu nehmen und mit ihm zu sprechen. Es soll berichten wo es mit der Figur in Kontakt gekommen ist.

Es ist wichtig dem Kind zu erklären, das es sich um eine erfundene Figur handelt und keine Gefahr von ihr ausgeht. Ebenso, dass schon viele Gruselfiguren erfunden wurden, weil es manchmal Spaß macht, sich zu gruseln. Laut Klicksafe, sollte man das Kind fragen, welche Gruselfiguren es kennt und vor denen es sich nicht mehr fürchtet.
 

Quelle: Klicksafe

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