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Spanien: Almería

Touristen wollen Selfies schießen: Baby-Delfin stirbt

An einem Strand in Südspanien haben hunderte Selfie-Fans den Tod eines Baby-Delfins verursacht.

Kinder drücken Atemloch zu

Als das winzige Säugetier in Ufernähe entdeckt worden sei, habe es für die anwesenden Touristen kein Halten mehr gegeben. Dies berichtete die Zeitung «ABC» am Mittwoch. Immer wieder sei das Jungtier aus dem Wasser gehoben und herumgereicht worden, damit die Menschen mit ihm für Selfies posieren konnten, hieß es in dem Bericht. Auch Kinder hätten ihn in den Arm genommen, drückten ihm dabei versehentlich das zum Atmen nötige Blasloch zu. Kurz darauf starb der Delfin.

Wut im Netz

Der Vorfall ereignete sich bereits vor einigen Tagen in Mojácar in der Provinz Almería (Spanien). «ABC» zitierte die Tierschutzorganisation Equinac mit den Worten «Delfine sind sehr anfällig für Stress (...). Er löst bei ihnen einen starken Schock aus, der meist zu einem Herz-Lungen-Versagen führt.» Die Netzgemeinde ist immer noch wütend: Tierfreunde veröffentlichten wütende Kommentare unter einem veröffentlichten Video.

Quelle: dpa