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Verheerender Brand in Mehrfamilienhaus

In einem Mehrfamilienhaus hat sich in der Nacht zu Freitag ein dramatischer Brand ereignet. Das Feuer war im Treppenraum des Gebäudes vom Keller bis ins Dachgeschoss in voller Ausdehnung. 16 Personen mussten durch die Feuerwehr über Drehleitern gerettet werden, zehn Menschen erlitten eine leichte Rauchvergiftung.

Dramatischer Hilferuf

"Hilfe, in unserem Haus brennt es und wir kommen nicht aus unserer Wohnung! Kommen sie ganz schnell!" So lautete der Wortlaut eines von mehreren Notrufen, die die Leitstelle der Feuerwehr am Freitagmorgen um 03.13 Uhr erreichten. Sofort wurden zwei Löschzüge zur gemeldeten Einsatzadresse entsendet. Als die Einsatzkräfte der nur wenige hundert Meter entfernten Hauptfeuerwache kurze Zeit später am Einsatzort eintrafen, bot sich ihnen eine unübersichtliche Lage.

Aus dem Wohnhaus drang dichter Brandrauch aus mehreren Fenstern und aus der Eingangstür des Hauses auf der Rückseite schlugen bereits Flammen. An mehreren Gebäudeseiten machten sich Personen im Dachgeschoss an Fenstern bemerkbar und riefen laut um Hilfe. Weitere Personen hatten das Gebäude noch verlassen können und standen zum Teil leicht bekleidet auf der Straße.

 

16 Menschen aus "akuter Lebensgefahr" gerettet

Sofort begannen die Einsatzkräfte mit der Menschenrettung über zwei Drehleitern. Insgesamt 16 Menschen wurden so aus akuter Lebensgefahr befreit und dem Rettungsdienst übergeben. Zehn Personen, darunter eine Schwangere, erlitten eine leicht Rauchvergiftung und mussten in Krankenhäuser transportiert werden. Insgesamt wurden 27 Personen aus dem Wohnhaus in einem Bus der BOGESTRA durch Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und vier Notärzten behandelt und betreut. Neben den geretteten Menschen konnten die vorgehenden Trupps auch mehrere Katzen lebendig befreien und ihren Besitzern übergeben. Sämtliche Räume des Hauses wurden durch Trupps unter Atemschutz kontrolliert, es konnten aber glücklicherweise keine weiteren Personen mehr aufgefunden werden.

 

 

 

Parallel zur Menschenrettung wurde auch ein erster Löschangriff durchgeführt. Insgesamt drei Strahlrohre kamen im Innenangriff zum Einsatz. Nach rund 45 Minuten war der Brand unter Kontrolle. Der Holztreppenraum des Wohnhauses wurde vom Keller bis ins Dachgeschoss komplett zerstört. Dadurch ist das Gebäude auch zunächst unbewohnbar. Alle unverletzten Bewohner konnten bei Verwandten und Freunden unterkommen.

 

Mehr als 60 Helfer im Einsatz

Der Einsatz konnte um 6.30 Uhr beendet werden. An den knapp dreistündigen Löscharbeiten waren über 60 Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes beteiligt. Auch eine Sanitätseinheit des Deutschen Roten Kreuzes unterstütze bei der Betreuung der Bewohner.

Im Rahmen der Löschmaßnahmen wurden 30 Pressluftatmer eingesetzt, das Haus ist vorübergehend nicht bewohnbar.

 

Quelle: Presseportal / Feuerwehr Bochum