Spam-Welle von unerwünschten Paket-SMS: Was kann ich dagegen tun?

Wohl aufgrund eines Datenleaks bei Facebook bekommen tausende Verbraucher*innen in und um RLP aktuell Betrugs-SMS, in denen es heißt, dass Paket XY nun abholbereit wäre. Das Landeskriminalamt (LKA) warnt ausdrücklich vor der Masche. So kannst du dich schützen.

Polizeipräsidien des Landes warnen ausdrücklich!

Die Polizeipräsidien des ganzen Landes werden aktuell von zahlreichen besorgten Bürger*innen kontaktiert. Der Grund: Derzeit werden zigtausende Menschen von einer Spam-Welle via SMS heimgesucht. Im Fachjargon nennt sich die Masche „Smishing“.

Demnach bekommen die Betroffenen eine Textnachricht mit einer vermeintlichen Zustellungsbenachrichtigung für ein Paket. Beim anschließenden Klick auf einen angeblichen Bestätigungslink wird jedoch unerkannt eine Schadsoftware heruntergeladen und auf dem Handy installiert! Der Handyvirus leitet daraufhin unbemerkt sensible Daten weiter, spioniert die Kontaktliste der Opfer aus und versendet anschließend eigenständig SMS mit der Schadsoftware an verschiedene Rufnummern, die zusätzliche Kosten verursachen können.

Vor allem in den letzten Tagen war es immer wieder zu solchen „Smishing“-Vorfällen im Land gekommen. Das Polizeipräsidium Rheinpfalz, die Polizeidirektion Trier und das Landespolizeipräsidium Saarland haben in den vergangenen Tagen intensiv vor der Masche gewarnt.

 

Betrugs-SMS bekommen – was tun?

Das Polizeipräsidium Rheinpfalz empfiehlt Empfänger*innen einer solchen SMS folgende Schritte:

  • den Link nicht anklicken!
  • falls der Link angeklickt wurde: Mobiltelefon sofort in den Flugmodus schalten
  • Drittanbietersperre einrichten
  • Strafanzeige erstatten

 

Wie kommen die Betrüger*innen an meine Nummer?

Laut dem Internet-Portal chip.de ist die Problematik auf ein Datenleak von Facebook zurückzuführen. „Da kann Facebook noch 1.000 Mal behaupten, dass die kursierenden Daten aus einem älteren Leak stammen und die Lücke längst geschossen ist: Fakt ist, dass in den letzten Tagen über 500 Millionen Datensätze von Facebook-Nutzern von Cyberkriminellen im Internet angeboten wurden“, heißt es im chip.de-Artikel.

Demnach seien Namen, Handynummern, Orte, teilweise Geburtsdaten und Mailadressen in Umlauf.

 

Wie kann ich den SMS-Betrug stoppen?

Android:

Android-Geräte haben einen Spamschutz in der Messages-App integriert. In den dortigen Einstellungen einfach den Punkt „Spamschutz“ aktivieren.

Solltest du schon eine betrügerische Paket-Spam-SMS bekommen haben, halte die Nachricht kurz gedrückt und wähle „blockieren“/“Spam melden“. Da die Hacker aber meistens ziemlich schnell die Absendernummern wechseln, kann es sein, dass dieses Prozedere öfter durchgespielt werden muss.

 

iOS:

iPhone-User*innen können bei den Spam-Nachrichten den Absender auswählen und dort auf „Info“ tippen und den Anrufer blockieren. Auch hier gilt: Wechseln die SMS-Spammer die Nummer, muss man leider wieder ran.

iOS bietet zusätzlich einen Nachrichtenfilter an: In den "Einstellungen" unter "Nachrichten" gelangt man zum "Nachrichtenfilter". Dort kann dann "Unbekannte Absender filtern" aktiviert werden. Anschließend sortiert das iPhone die iMessages in einer eigenen Liste, wenn sie von Absendern stammen, die unbekannt sind.