Heißluftballon verfängt sich in Hochspannungsleitung

Bei einem Unfall mit einem Heißluftballon mussten am Sonntagabend sechs Personen aus ca. 65 m Höhe gerettet werden. Der Korb verfing sich zuvor an einer Hochspannungsleitung.

Heißluftballon verfängt sich an Hochspannungsleitung

Gegen 17:30 Uhr war der Heißluftballon aus ungeklärter Ursache an der Spitze eines Strommastes in Bottrop  hängengeblieben. Die ersteintreffenden Kräfte nahmen zunächst per Megaphon Kontakt zu den Personen auf. Insgesamt befanden sich sechs erwachsene Menschen im Korb. Zeitgleich wurden Höhenretter der Feuerwehren Essen und Oberhausen zur Unterstützung angefordert. Zwischenzeitlich konnte telefonischer Kontakt zu den Insassen im Ballon hergestellt werden. Allen ging es den Umständen entsprechend gut, verletzt worden war bei dem Unfall niemand. Der Korb war provisorisch durch die Korbinsassen gesichert worden.

 

Spektakuläre Rettungsaktion

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Bild: Feuerwehr Bottrop

Während der Netzbetreiber Amprion die Hochspannungsleitung freischaltete, gingen die ersten Höhenretter am Mast hoch und konnten den Korb weiter sichern. Anschließend wurden die Personen für die Rettung vorbereitet.

Zur Rettung wurden die Passagiere einzeln im Rettungsgeschirr angeseilt und mit einem Höhenretter in der Mitte des Mastes abgeseilt. Dort wurden sie umgehend vom Rettungsdienst untersucht und vorsorglich zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus transportiert. Zwei Menschen erlitten einen leichten Schock. Die Rettungsmaßnahmen dauerten bis ca. 23.30 Uhr an.

Der Ballon wurde anschließend am Mast gesichert. Die Bergung wird am heutigen Montag durch die Firma Amprion durchgeführt.

 

90 Einsatzkräfte waren an der Rettung beteiligt

Die Angehörigen der betroffenen Personen wurden während der Rettungsaktion von Kräften der Feuerwehr Bottrop, des DRK Bottrop sowie dem Notfallseelsorger der Feuerwehr Essen betreut.

Neben der Feuerwehr Bottrop waren die Feuerwehren Oberhausen und Essen mit Höhenrettern und Rettungsdienstkräften im Einsatz. Das THW übernahm die Ausleuchtung der Einsatzstelle. Zudem leuchtete ein Polizeihubschrauber die Einsatzstelle aus.

 

Für die Dauer des Einsatzes war die Essener Straße in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Zudem wurde eine angrenzende Bahnlinie und die Abfahrt Bottrop-Süd der A42 gesperrt.

Die Ermittlung zur Unfallursache wurde durch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung aufgenommen. Insgesamt waren 90 Einsatzkräfte der Feuerwehren Bottrop, Essen und Oberhausen, sowie des THW und DRK Bottrop vor Ort. Während der Einsatzmaßnahmen standen die Freiwilligen Feuerwehren Altstadt und Kirchhellen für weitere Einsätze in Bereitstellung.

 

Quelle: Feuerwehr Bottrop