Arbeitgeber kritisieren Schulz-Forderungen

Deutschlands Arbeitgeber haben die Reformvorschläge von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz für den Arbeitsmarkt kritisiert.

«Viele Vorschläge sind ohne präzise Kenntnis der Zahlen oder der Rechtslage in Deutschland formuliert», heißt es in einer Bewertung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), aus der die Zeitungen der Funke Mediengruppe zitieren.

Der Arbeitgeberverband warne darin, eine Verlängerung des Arbeitslosengeld-I-Bezugs würde «eine schnelle Wiederaufnahme von Arbeit erschweren». Zudem habe Schulz «viel zu hohe Zahlen» zu befristeten Beschäftigungsverhältnissen genannt. In der Altersgruppe zwischen 25 und 35 Jahren seien tatsächlich gut zwölf Prozent der Beschäftigten befristet tätig. Schulz hatte dagegen im Interview der «Bild»-Zeitung von knapp 40 Prozent gesprochen.

Der SPD-Kanzlerkandidat hatte zum Wochenbeginn angekündigt, mit einer Änderung der umstrittenen Agenda 2010 in den Wahlkampf ziehen zu wollen.

(Quelle: dpa)

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