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Afrikanische Schweinepest in Europa: Lage „durchaus ernst“

Große Sorge unter Deutschlands Bauern: Die Afrikanische Schweinepest ist in Polen ausgebrochen und könnte auch bald hierzulande wüten.

Schweinepest schon in Polen und Tschechien angekommen

Nach dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Osteuropa, sind nun auch die Bauern hierzulande besorgt: Sie befürchten Schäden in Milliardenhöhe.

"Die Seuche kommt näher", sagte der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Bernhard Krüsken, der Süddeutschen Zeitung. Für (Wild-)schweine verläuft die Viruserkrankung tödlich. Seit einigen Jahren breitet sich die Schweinepest über Russland in Richtung Westeuropa aus; kürzlich wurden alarmierende Infektionsfälle in Zlin südlich von Prag in Tschechien und bei Warschau in Polen bekannt.

 

"Wirtschaftlich katastrophales Szenario"

Für Menschen ist die afrikanische Schweinepest nicht ansteckend. Doch die Folgen eines Ausbruchs in Deutschland wären immens, warnte Krüsken. Breite sich der Erreger in Deutschland aus, drohe ein "wirtschaftlich katastrophales Szenario". Schweinefleisch-Export in andere Länder würde nahezu unmöglich, was zur Folge hätte, dass die Preise hierzulande drastisch fallen würden. Ein landwirtschaftlicher Schaden von „zwei bis drei Milliarden Euro pro Jahr“ schätzt der Experte als realistisch ein.

 

Lage ist durchaus ernst

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hat die Lage als „durchaus ernst“ bezeichnet. „Wir versuchen, uns bestmöglich vorzubereiten“, sagte er der Passauer Neuen Presse. Schmidt rief zu strikten Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen auf. „Vom Schweinehalter über den Händler bis zum Reisenden muss jeder helfen, die Ausbreitung zu verhindern.“

Wurstwaren aus Osteruropa dürften nicht unachtsam weggeworfen werden. In ihnen könne der Erreger stecken, der dann wiederum Wildschweine infiziere, die sich über solche Abfälle hermachen könnten.

Der Bauernverband fordert derweil einen verstärkten Abschuss von Wildschweinen. Jäger könnten mit Prämien motiviert werden, mehr Tiere zu schießen.

 

Quelle: RP Online, dpa