Benzinpreise aktuell auf Höchstwert - aber warum eigentlich?

Die steigenden Benzinpreise sorgen derzeit an vielen Tankstellen für ungläubige Augen. Schuld daran sind Uneinigkeiten im Opec+, einem der größten Ölförderverbände der Welt, und die steigende Nachfrage aufgrund der Corona-Lockerungen. Doch wie kann ich trotzdem meinen Geldbeutel schonen?

Höchstmarken auf dem Ölmarkt

Wer gerade unwissend zur Tankstelle fährt, der wird nicht schlecht staunen: Über 1,60 Euro für einen Liter Super und 1,40 Euro für einen Liter Diesel! Die Preise preschen gerade deutlich in die Höhe...

Ein Ölfass der Marke West Texas Intermediate stieg innerhalb eines Tages um 1,59 Dollar bei einem Preis von 76,75 Dollar. Damit sind die Preise von Rohöl so teuer, wie zuletzt vor zweieinhalb Jahren - und das mit steigender Tendenz.

 

Uneinigkeit bei Opec+ zur Förderstrategie

Als Hauptgrund für die steigenden Preise bezeichnen Händler Uneinigkeit in einem der wichtigsten Öldverbunde der Welt, Opec+. Fünf Mitglieder des Verbands gehören zu den zehn größten Erdölförderern der Welt. Damit fördern die Staaten der Opec+ 40 Prozent des jährlich produziertem Erdöl und verfügen über 75 Prozent der weltweiten Erdölreserven.

Eine Einigung über eine mögliche Ausweitung der Ölförderung wird momentan von den streitenden Ölgiganten Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten verhindert. Wie T-Online berichtet wurde zuletzt ein Verhandlungstermin ersatzlos abgesagt und momentan herrscht Unklarheit bezüglich der Förderstrategie ab August.

 



 

Steigende Nachfrage

Die fehlende Ausrichtung für eine erhöhte Fördermenge trifft dabei momentan auf eine steigende Nachfrage nach Benzin, Diesel und Rohöl. Grund dafür sind Corona-Lockerungen, die in vielen Ländern durchgesetzt werden. Vielerorts kehren Arbeitende vom mobilen Arbeiten in die Büros zurück und fahren täglich mit dem Auto zur Arbeit. Auch die Möglichkeit für Urlaubsfahrten oder Ausflüge tragen ihren Teil zur steigenden Nachfrage bei.

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Benzinsparen: Diese Tipps helfen

Die Frage, die sich viele Verbraucher*innen wegen der gediegenen Benzinpreise stellen: Was bedeutet das für den eigenen Geldbeutel? Wenn ihr die folgenden Tipps nutzt, sollten die Benzinpreise kein riesiges Loch in das Haushaltsbudget reißen.

Prüfung des Reifendrucks: Nur wer mit optimalem Reifendruck fährt, kann seinen Wagen möglichst effizient über die Straße bewegen. Mithilfe des richtigen Reifendrucks sind bereits Einsparungen von 30 Prozent möglich.

Korrekt schalten: Ein optimales Fahrverhalten bedeutet immer auch einen optimalen Verbrauch. Besonders bei Strecken, auf denen häufig gestoppt und angefahren werden muss, sollten Autofahrer*innen auf eher untertouriges Schaltverhalten achten, um bares Geld sparen zu können.

Wartung der Klimaanlage: Klimaanlagen sorgen für höheren Sprit und Stromverbrauch im Fahrzeug. Aber eben auch für angenehmere Temperaturen, auf die viele Personen nicht verzichten wollen. Dann empfehlen wir, die Klimaanlage von einer Fachkraft überprüfen zu lassen: Gereinigte Filter können sich bereits merklich auf den Benzinverbrauch auswirken.

 

Quellen: lifepr.de, t-online.de

 

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