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Wie funktioniert die Luca-App?

Mehr Freiheiten und raus aus dem Lockdown - ein Wunsch, den wir alle haben. Doch wie kann das gehen? Die App "luca" soll dies ermöglichen, indem sie hilft Krankheitsketten ohne viel Aufwand schnell und lückenlos nachzuvollziehen. Doch wie funktioniert das?

QR-Code scannen statt Adresszettel ausfüllen

Die innovative Luca-App, die von der Firma Culture4Life entwickelt wurde und hinter der unter anderem Smudo von der Band "Die Fantastischen Vier" steht, soll dabei helfen, soziale Kontakte und Treffen mit anderen während der Corona-Pandemie möglichst nachvollziehbar zu gestalten und zu dokumentieren.

Die App ermöglicht demnach eine digitale Nachverfolgung von Kontaktpersonen bestätigter Corona-Fälle - ganz simpel via Smartphone und im direkten Austausch mit dem zuständigen Gesundheitsamt. Um Personendaten zu erfassen, genügt ein QR-Code, der abgescannt wird. 

 

Ziel von "luca"

  • Kontakte für den Fall einer Coronavirus-Ansteckung lückenlos dokumentieren
  • Infektionsketten unterbinden

Zudem soll die Anwendung Besuchern von Restaurants oder sonstigen Events ein schnelles "Einchecken" ermöglichen. Viele Smartphonenutzer*innen sind überzeugt von dem Konzept, denn bereits 3,1 Millionen Menschen haben sich die Anwendung heruntergeladen. Sie nutzen "luca", um der fragwürdigen Zettelwirtschaft bei Restaurant-Besuchen und anderen Events ein Ende zu bereiten, wo man sich bislang in der Regel in Papierlisten eintragen musste.

 

So funktioniert "luca"

Personen, die ein Restaurant, ein Fußballspiel, ein Museum oder sonstige Events besuchen, checken mit der App ein und hinterlassen für den Fall einer Corona-Warnung ihre Kontaktdaten. Dazu laden sich die Smartphonenutzer*innen die kostenlose App herunter und melden sich einmalig mit ihrem Namen, ihrer Adresse und Telefonnummer an. Die Anwendung generiert dann einen sich permanent ändernden QR-Code, den man dann beispielsweise bei einem Restaurantbesuch vorzeigt und der abgescannt wird. Das heißt, auch der "Gastgeber" braucht hierfür die Luca-App. 

Die Daten werden beim "Einchecken" verschlüsselt erfasst und im Falle einer bestätigten Infektion dem Gesundheitsamt elektronisch übermittelt. Schneller und sicherer, als das über handschriftlich ausgefüllte Zettel jemals möglich sein wird. Laut den App-Entwickler*innen werden die Einträge auch nur im Infektionsfall von den Gesundheitsämtern eingesehen - und das auch nur, wenn die Anwender dem zustimmen. Das Verfahren sei durch eine doppelte Verschlüsselung abgesichert.

Alle getätigten Check-ins können in der App nachvollzogen werden. Optional kann man sich beim Verlassen eines Ortes auch automatisch auschecken lassen. 

 

Private Treffen können auch getrackt werden

Über die Luca-App lassen sich auch private Treffen anlegen. Die Gäste können sich dann per QR-Code einchecken. Allerdings: Die Daten privater Treffen lassen sich nicht mit dem Gesundheitsamt teilen.

 

Sechs Landkreise in RLP testen Luca-App

Für eine bessere Kontaktnachverfolgung bei Corona-Infektionen erproben ab Montag, den 12. April 2021 sechs Landkreise in Rheinland-Pfalz die Luca-App. Zur Luca-Modellregion werden nun zunächst die Kreise Bad Dürkheim, Westerwald, Rhein-Lahn, Mayen-Koblenz, Bad Kreuznach und Ahrweiler.

Hier sollen Gäste, wenn sie zum Beispiel ein Restaurant besuchen, kein Formular mehr ausfüllen müssen, sondern die Datenaufnahme erfolgt dann ganz automatisch via QR-Code. 
 

Wo kann ich die Luca-App herunterladen?

Die Luca-App kann kostenlos im Google Play Store (für Android) oder im Appstore für iOS heruntergeladen werden. Die Anwendung ist aber auch als WebApp verfügbar. Zusätzlich zur Corona-Warn-App ist die Luca-app eine hilfreiche Ergänzung im Kampf gegen das Coronavirus. Einfach beim nächsten Restaurantbesuch oder Shoppen via QR-Code einchecken und schon kann es losgehen!

 

Quelle: dpa, luca-app.de

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