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So richten Betrüger ein Bankkonto in deinem Namen ein

Immer wieder wird vor einer dreisten Masche gewarnt, bei der sich Betrüger im Namen unbescholtener Mitbürger ein Bankkonto einrichten – und damit Geldwäsche & Co. betreiben. Das Gruselige: Betroffene bemerken meistens gar nicht, dass sie ins Visier der Kriminellen geraten sind.

Jobangebote wirken seriös

Kriminelle haben es im Internet derzeit auf Arbeitssuchende abgesehen. Sie gaukeln auf Ebay-Kleinanzeigen oder Job-Portalen vor, einen Mitarbeiter in Teil- oder Vollzeit im Home Office zu suchen. Doch in Wahrheit steckt eine knallharte Abzockermasche dahinter, wie der gemeinnützige Verein „Watchlist Internet“ erklärt.

Das Erschreckende: Die Jobangebote sind in ordentlichem Deutsch verfasst und wirken auf den ersten Blick seriös. Demnach treten Firmen wie beispielsweise "CEBIT GmbH" an Jobsuchende heran und bieten realistische Verdienstmöglichkeiten im Home Office an. Für 20 Wochenstunden soll es 1549,99 Euro brutto monatlich geben. Dass dahinter handfeste Betrüger stecken, erahnen hier die wenigsten.

 

Persönliche Daten werden angefordert

Im zweiten Schritt fordert die vermeintliche Firma persönliche Daten des Bewerbers an – dazu gehören Adresse, Familienstand und ein Scan des Personalausweises. Begründet wird das damit, dass es ja aufgrund des Home Offices zu keiner persönlichen Bewerbung kommt.

Spätestens hier sollte man misstrauisch werden. Diese Daten an Unbekannte zu senden, ist mehr als gefährlich – egal ob auch eine mehr oder weniger nachvollziehbare Begründung dahintersteckt.



 

Geldwäsche im Namen der Opfer

Anschließend wird dem neuen Mitarbeiter vorgegaukelt, dass er fortan als Tester der Video-Identifikationen von Banken eingesetzt werden soll. Ihm wird eingebläut, sich auf keinen Fall als Tester zu erkennen zu geben.

Im Hintergrund läuft dann die perfide Masche ab: Die Betrüger richten tatsächlich ein Konto unter dem Namen des Opfers ein und lassen sich dieses ganz offiziell bei der Bank bestätigen. Diese glaubt – aufgrund der glaubhaften Daten – einen ganz normalen Kunden gewonnen zu haben. Nun haben die Kriminellen leichtes Spiel: Sie können ganz offiziell ein Bankkonto unter dem Namen des Opfers betreiben, ohne dass dieser etwas davon ahnt!

Mit dem „verifizierten“ Konto lässt sich nun von den Betrügern allerhand Schindluder betreiben. Etwa Geldwäsche, die den Betroffenen sogar juristischen Ärger einbringen kann, wenn die Polizei dahinter kommt. Oder das Einrichten und Ausnutzen von Dispokrediten. Als Opfer bleibt man dann auf Schulden und einer gesunkenen Kreditwürdigkeit sitzen.

 

Niemals persönliche Daten an Unbekannte schicken!

Doch wie ist die Masche überhaupt aufgeflogen? Das Ganze kam durch einen Zufall ans Tageslicht, wie „Watchlist Internet“ erklärt. "Wohl durch einen Fehler der Betrüger hatte eine der Betroffenen eine Debitkarte für das neue Konto in der Post erhalten und sich an die Polizei gewandt", so ein Sprecher.

In diesem Zuge warnt der Verein ausdrücklich davor, persönliche Daten und Dokumente an Unbekannte zu schicken!

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