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„Schocktherapie“ im Netz

Warnung für Eltern: Facebook-Seite teilt fremde Kinderfotos!

Immer wieder schocken bestimmte Facebook-Seiten Eltern und Großeltern, indem sie Schnappschüsse ihrer Kinder und Enkel öffentlich verbreiten. Damit wollen die Betreiber der Seiten auf die Gefahren des Internets aufmerksam machen.

„Schocktherapie“ auf Facebook

Schon zahlreiche Facebook-User sind ins Visier von Seiten wie „Gespenster am Fenster“ geraten. Täglich durchforsten die Betreiber der Seite das soziale Netzwerk und teilen private Kinderfotos, die von Nutzern zuvor öffentlich gepostet wurden.

Damit wollen sie die Eltern auf die Gefahren des Webs aufmerksam machen. Den Betreibern ist es ein Dorn im Auge, dass ständig Bilder von Sprösslingen im Internet landen – ohne, dass sich die User der Konsequenzen bewusst sind.

Ob so eine drastische Methode jedoch tatsächlich die Rechte der Kinder stärkt, ist allerdings fragwürdig. Viel eher gerät der unschuldige Nachwuchs in die Schusslinie und nicht die für die Fotos verantwortlichen Eltern.

Drastische Methode ist legal

Das öffentliche Teilen der Kinderfotos hat schon bei zahlreichen Eltern für einen echten Schock gesorgt. Sie sind verärgert über das drastische Vorgehen der Seiten.

Doch die Methode von „Gespenster am Fenster“, “Henriettes Kinderbasar” oder “Little Miss & Mister” ist gemäß der Facebook-Richtlinien völlig legal. Denn die Social Media-Plattform sagt in den eigenen AGB: “Du gewährst uns eine nicht-exklusive, übertragbare, unterlizenzierbare, gebührenfreie, weltweite Lizenz für die Nutzung jedweder IP-Inhalte, die du auf bzw. im Zusammenhang mit Facebook postest (IP-Lizenz).” Damit erklärt sich der Nutzer dazu bereit, dass die Inhalte im Rahmen der eigens bestimmten Privatsphäreneinstellungen auf Facebook geteilt werden dürfen.

So kannst du dich schützen

Das Internet-Portal Mimikama empfiehlt daher, Kinderbilder auf Facebook nur mit entsprechenden Privatsphäre-Einstellungen hochzuladen. In keinem Falle sollten die Schnappschüsse „öffentlich“ geteilt werden.

So geht’s:

Quelle: Mimikama