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Rechtzeitig speichern

Mit der 3-2-1-Backup-Regel sicherst du am einfachsten deine Daten!

Ob Urlaubsfotos, wichtige Bürounterlangen oder sogar das letzte Smartphone-Backup - auf unserem Notebook, PC, Tablet oder Smartphone sammeln sich allerhand wichtige Daten. Aber was, wenn plötzlich alles weg ist!? Da hilft nur eins: Die rechtzeitige Datensicherung und die funktioniert am einfachsten mit der 3-2-1-Backup-Regel.

Backup einmal im Jahr reicht nicht aus

Wertvolle Gegenstände werden meist sicher verwahrt, doch bei Daten auf dem PC oder Smartphone sieht das oft anders aus, hier sind viele Menschen nachlässiger und gehen recht sorglos damit um. Doch geht die Festplatte kaputt, dann ist der Verlust und Kummer groß. Sind die süßen Kinderfotos oder wichtige Dokumente erst mal verschwunden, kann es sehr schwierig werden, diese zu retten - im schlimmsten Fall sind sie für immer weg. Damit das nicht passiert, hilft nur eins: die rechtzeitige Datensicherung. 

Ein Backup einmal im Jahr reicht leider nicht, sind sich IT-Expert*innen einig: Daten gehen doch schneller verloren als man glaubt, die Festplatte könnte beschädigt werden - und irgendwann gibt jede Festplatte ihren Geist auf  - oder das Notebook/Smartphone könnten geklaut werden. Auch Schadsoftware fängt man sich schneller ein, als angenommen wird. Die Gefahr des Datenverlusts ist also viel größer als viele für möglich halten.

Gründe für den Datenverlust

Zum Dateverlust kann es leider jederzeit und dann auch meist völlig unerwartet kommen. Wie die Experten von "Plusserver" erläutern, werden 21 Prozent der Probleme durch Hardwaredefekte verursacht. Auch Cyber-Angriffe auf Unternehmen spielen eine Rolle, so zielen 43 Prozent der Angriffe auf kleine Unternehmen ab, doch nur 14 Prozent davon sind auf eine Abwehr vorbereitet. 

Die 3-2-1-Backup-Regel für mehr Sicherheit

Gerade diejenigen, die ihren Rechner häufig nutzen, sollten laut Expertenrat einmal die Woche ihre Daten sichern. Wer nun sicher gehen will, hält sich an die 3-2-1-Backup-Regel. Das bedeutet: 3 Kopien, 2 Medien, 1 zusätzlicher Standort - am besten außer Haus. 

Laut dieser goldenen Regel der Datensicherung soll es zu sämtlichen Daten auf dem Rechner mindestens drei, im besten Fall aktuelle Versionen bzw. Kopien geben. Eine dieser Versionen darf dabei das eigentliche "Original" der Daten sein, erklärt das Portal "plusserver", der führende deutsche Multi-Cloud Data Service Provider. Zusätzlich zu den Originaldaten sollten nun zwei Kopien angelegt werden, die auf zwei unterschiedliche Medientypen kopiert werden. Das können externe Datenträger sein wie eine externe Festplatte, SSD-Speicher, DVDs, Magnetband oder die Daten werden in einer Cloud gesichert. Eine dieser Kopien sollte jedoch an einem Ort außerhalb des Hauses wie beispielsweise am Arbeitsplatz, bei Verwandten oder in einem Bankschließfach aufbewahrt werden. 

In Kürze erklärt:

  1. Erstelle 3 Kopien deiner Daten (1x das Original und 2x Backup).
  2. Nutze für die Kopien mindestens 2 unterschiedliche Medien. 
  3. Bewahre ein Backup an einem anderen Ort auf. 

Wer weniger Aufwand will, der könnte die beide Datenträger zumindest nicht am selben Ort in der Wohnung platzieren. Den zweiten Medientyp am besten sehr weit entfernt vom ersten aufbewahren. 

 

Ist eine Kopie in der Cloud ratsam?

Ein beliebter und häufig genutzter Speicherort für Daten ist die Cloud, dennoch ist bei dieser Möglichkeit auch ein bisschen Vorsicht angebracht, denn auch hier gibt es ein Restrisiko. Der Server könnte gehackt werden oder die Daten gehen verloren. Der Cloud-Anbieter sollte daher kritisch geprüft werden und im Zweifel sollte man seine Daten selbst verschlüsseln. Die meisten Cloud-Rechenzentren haben ein deutlich fundierteres Sicherheitskonzept als viele Rechenzentren im Eigenbetrieb. Doch auch das Hochladen von großen Datenmengen in die Cloud kann viel Zeit kosten und ist wenig praktikabel.

Expert*innen raten daher zu externen USB-Geräten. Damit sind jedoch keine USB-Sticks gemeint, denn deren Speicher sind für langes Speichern oft zu minderwertig. Bei SSD-Festplatten gibt es noch keine allzu sicheren Daten zur langfristigen Haltbarkeit. Empfohlen werden daher die gut erprobten, klassischen Magnet-HDD-Festplatten. Hier sollte nur darauf geachtet werden, dass sie nicht in der Nähe eines starken Magneten aufbewahrt werden. 

Quelle: dpa, plusserver