Neue Cyber-Attacke: Phishing-Mails von Amazon und PayPal im Umlauf

Achtung, wenn du jetzt eine E-Mail von "Amazon" oder "PayPal" bekommst! In Wahrheit sind das betrügerische Mails, die es auf deine persönlichen Daten abgesehen haben! So erkennst du die täuschend echt aussehenden Fake-Mails...

Unsicherheit in Bezug auf neue Datenschutzgrundverordnung wird ausgenutzt

Am 25. Mai 2018 kommen die neuen Datenschutzregeln der EU zur Anwendung. Im Vorfeld erhalten daher zahlreiche Nutzer Mails von Internetanbietern, die auf die neue DSVGO hinweisen.

Nun haben sich Betrüger diese Unsicherheit der User zunutze gemacht: Sie versenden Phishing-Mails im Namen renommierter Unternehmen wie Amazon und PayPal, wie die Verbraucherzentrale NRW warnt. Dabei locken sie Nutzer mit angeblichen neuen Datenrichtlinien in ihre Falle.

 

Keine Links anklicken!

Bei den gefälschten Mails, mit dem Betreff „Aktuelle Kundenmitteilung – Ihre Mithilfe ist erforderlich“ handelt es sich jedoch nur um reinen Datenklau. Laut Express wird der E-Mail-Empfänger mit folgendem Text dazu aufgefordert, seine Daten zu überprüfen und zu bestätigen:  „Durch die Erneuerung des „BDSG“ (Bundesdatenschutzgesetzes) ist Amazon EU S.à r.l. als Versandhandelsunternehmen nach §63-67 verpflichtet, Ihre hinterlegten Daten auf Richtigkeit zu überprüfen und zu validieren“. Bei dem Absender handelt es sich jedoch keinesfalls um den Handelsriese Amazon.

Die Experten der Verbraucherzentrale NRW warnen davor, Links in solchen E-Mails zu öffnen und persönliche Daten preiszugeben. Sie führen meist zu gefälschten Seiten, die täuschend echt aussehen, aber lediglich dazu dienen Daten abzugreifen.

 

Sicherheitsupdate nur ein Fake!

Auch PayPal-Kunden sind das Ziel von Cyberkriminellen. In gefälschten E-Mails wird ihnen laut Express „im Zuge einer heranwachsenden Bedrohung“ ein Sicherheitsupdate nähergelegt, nach dem sie ihre Daten bestätigen sollen. Über einen Link soll man zur Verifizierung gelangen. Hierbei handelt es sich jedoch eindeutig um einen Phishing-Versuch. Zur eigenen Sicherheit sollten keine Links angeklickt und keine persönlichen oder kontobezogenen Daten eingetragen werden!

 

So erkennst du Phishing-Mails

Es gibt einige Punkte laut Verbraucherzentrale NRW wie man betrügerische E-Mails erkennen kann. Wird die Nachricht in einem fehlerhaften Deutsch geschrieben, sind Zeichensatzfehler enthalten oder fehlende Umlaute, handelt es sich meist um eine Fake-Nachricht.

 

  • Anrede fehlerhaft

Ein weiterer Hinweis auf eine gefälschte Mail ist der fehlende Name. Banken, Geschäftspartner und Online-Zahlungsdienste schreiben dich niemals nur mit „Sehr geehrter Kunde/Nutzer“ an. Es gibt aber auch raffinierte Betrüger, die bereits deinen Namen kennen.

  • Dringender Handlungsbedarf

Misstrauisch solltest du auch werden, wenn du aufgefordert wirst, etwas „ganz dringend“ oder innerhalb einer kurzen Frist zu erledigen.

  • Aufforderung zur Dateneingabe

Wirst du in der E-Mail gebeten deine persönlichen Daten sowie eventuell deinen PIN oder TAN einzugeben, ist das auch ein Hinweis auf einen möglichen Datenklau. Geheimnummern werden von Banken niemals telefonisch oder per E-Mail abgefragt.

  • Mailheader

Auch wenn der Absender der E-Mail vertrauenswürdig scheint und der Text in einem flüssigen Deutsch geschrieben ist, muss die Nachricht nicht echt sein. Ein Blick auf den Mailheader kann Aufschluss geben, denn auch Absenderangaben lassen sich fälschen.

 

Quelle: Express

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