Abschaltung des 3G-Netzes in Deutschland

In der Nacht zum 01. Juli haben die Deutsche Telekom und Vodafone das 3G-Netz vom Strom genommen. Diese Maßnahme verbessert zwar die LTE-Verbindung in Deutschland, kann für Kund*innen mit älteren Mobilgeräten allerdings zu deutlichen Einschränkungen führen.

Abschaltung wellenweise oder im Sekundentakt

Während der dritte große Mobilfunkanbieter Deutschlands, Telefonica, noch bis zum Ende des Jahres mit der vollständigen Abschaltung warten möchte, hat die Telekom das 3G-Netz ohne weitere Umschweife gekappt. Ein Sprecher der Telekom beschrieb das Vorgehen gegenüber t-online folgendermaßen:  "In den frühen Morgenstunden gehen sozusagen im Sekundentakt die einzelnen 3G-Standorte vom Netz und sowohl der Datenverkehr, als auch die Telefonie werden von den 2G- und 4G-Netzen übernommen."

Vodafone gab gegenüber dem Kommunikationsportal Teltarif an, dass die Abschaltung in vier Wellen vonstattengehen soll und der gesamte Prozess am 07.Juli 2021 abgeschlossen sein wird.

 

Folgen der Abschaltung

Das ausgerufene Ziel der Abschaltung ist bei beiden Anbietern identisch: Durch die frei gewordenen Frequenzen soll das LTE-Netz (auch 4G genannt) gestärkt werden. Da die meisten Nutzer*innen auf das mobile Internet von Smartphones zurückgreifen, die den Kommunikationsstandard LTE verarbeiten können, wird die Umstellung durch eine bessere Verbindung bemerkbar werden.

Problematisch wird die Abschaltung allerdings für Personen, die ältere Smartphone-Modelle nutzen. Wenn kein Zugriff mit dem Handy auf das LTE-Netz verfügbar ist, können gar keine mobilen Daten mehr genutzt werden. Keine Sorgen müssen sich Nutzer*innen wiederum bezüglich SMS und Telefongesprächen machen. Diese beiden Dienste laufen weiterhin über das bestehende 2G-Netz und werden nicht von den Änderungen beeinflusst.

 

Quelle: t-online

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