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Kleine Tricksereien gelten nicht als Betrug

Nimm Dich in Acht vor diesen fiesen Vermietertricks

Es gibt Vermieter, die aus ihrem Eigentum ordentlich Profit schlagen wollen. Es wird getrickst, wo es nur geht und der Mieter zieht dabei meist den Kürzeren...

INHALT

1. Falsche Angaben im Mietvertrag

2. Trickserei bei Quadratmeterangaben

3. Wuchermieten entgehen

4. Manipulierte Nebenkostenabrechnungen

5. Mietkaution wird einbehalten

6. Keinen neuen Mietvertrag abschließen

7. Mietfreiheit für Renovierung

8. Betriebskosten und Kleinreparaturen sollen Mieter bezahlen

9. Nebenkosten absichtlich niedrig angegeben

Falsche Angaben im Mietvertrag

Ist man kurz davor einen Mietvertrag zu unterschreiben, sollte man auf jeden Fall genau hinsehen, denn Vermieter versuchen mit raffinierten Tricks Profit zu machen.

Neben Wucherpreisen für Wohnungen, werden gerne Größenangaben manipuliert oder es stecken Fehler in der Nebenkostenabrechnung. Vor allem in Ballungszentren, wo Wohnraum knapp ist, sollte man gut aufpassen.

Trickserei bei Quadratmeterangaben

Besonders gerne wird in Mietverträgen die Größe der Wohnfläche manipuliert. Zur Berechnung des monatlichen Preises wird der lokale Mietspiegel herangezogen, so dass man möglicherweise gar nicht direkt merkt, dass man zu viel bezahlt. Tipp: Wohnfläche nachmessen, bevor Du einen Mietvertrag unterschreibst!

Für alle diejenigen, die in einer überteuerten Wohnung festsitzen gilt: Prüfen, ob im Vertrag über zehn Prozent mehr Wohnraum ausgewiesen wird, als tatsächlich zur Verfügung steht. Dann darf die Miete anteilig gemindert werden. Vermieter, die mehr als 20 Prozent über den lokal üblichen Sätzen verlangen, handeln ordnungswidrig. 

Wuchermieten entgehen

Um nicht zu viel zu bezahlen, sollten sich Wohnungssuchende immer über den örtlichen Mietpreis informieren. Das geht ganz einfach, in dem man einen Blick in den örtlichen Mietspiegel wirft, der von Großstädten angeboten wird und oft auch online einsehbar ist.

Alternativ kann man die Preise pro Quadratmeter auch bei der jeweiligen Gemeinde- oder Stadtverwaltung erfragen. Tipp: Finger weg von Wohnungen, die grundlos deutlich über dem örtlichen Schnitt liegen!

Manipulierte Nebenkostenabrechnungen

Der Deutsche Mieterbund geht davon aus, dass jede zweite Nebenkostenabrechnung fehlerhaft ist. In der Abrechnung dürfen nur Posten auftauchen, die bereits im Mietvertrag als zusätzlich anfallende Nebenkosten ausgewiesen sind.

Manche Vermieter legen gerne die Kosten für einen neuen Fassadenanstrich oder Reparaturkosten um, doch das ist nicht erlaubt Tipp: Mieter können innerhalb eines Jahres Widerspruch gegen solche „Mogel-Posten“ einlegen.

Mietkaution wird einbehalten

Zieht man aus, sollte die geleistete Kaution pünktlich zurückgezahlt werden. Immer wieder kommt es jedoch vor, dass Vermieter dem Ex-Mieter, auch lange nach dem Auszugstermin, Schäden an der Wohnung anlasten und die Kaution daher einbehalten. 

Wichtig ist es daher, als Mieter bei der Wohnungsübergabe einen Zeugen dabei zu haben und ein Übergabeprotokoll unterschreiben zu lassen.

Keinen neuen Mietvertrag abschließen

Selbst bei einem Wechsel des Vermieters bleibt ein Vertrag gültig - selbst wenn dieser schon uralt ist. Will der neue Besitzer einen neuen Vertrag abschließen, verschlechtern sich meist die Konditionen für den Mieter. Tipp: Gar nicht auf solche Deals einlassen!

Mietfreiheit für Renovierung

Damit ein Vermieter nicht selbst renovieren muss, bietet er dem Mieter zwei Monate Mietfreiheit an - im Gegenzug leistet dieser die nötigen Arbeiten selbst. Auch wenn solch ein Angebit verlockend klingt, sind in der Realität meist schon die Materialkosten für die Renovierung höher und der Deal lohnt sich überhaupt nicht.

Betriebskosten und Kleinreparaturen sollen Mieter bezahlen

Mieter müssen nur das bezahlen, was im Mietvertrag festgesetzt ist. Möchte die Hausverwaltung die Dachrinnen reinigen lassen, muss man die Kosten hierfür nicht mittragen.

Nebenkosten absichtlich niedrig angegeben

Der Vermieter bietet die Wohnung absichtlich als Schnäppchen an, doch der Mieter erlebt ein böses Erwachen, wenn er nach einem Jahr eine saftige Nachzahlung blechen muss. Tipp: Bei den Nachbarn informieren, was sie an Betriebskosten zahlen. So ergibt sich ein realistisches Bild.