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mit Daniel Kaiser - Rpr1. Nightlounge

Wenn das Reh auf die Straße läuft: Was tun bei Wildunfällen?

Neben Nebel, nassen Straßen und Laub hat der Herbst noch eine Gefahr für Autofahrer*innen parat: Die dunklen Morgenstunden und frühe Dämmerung am Abend sorgt immer wieder für Wildunfälle. Aber wie geht man mit der Situation um, wenn plötzlich ein Reh auf der Straße auftaucht?

Aufmerksamkeit im Straßenverkehr

Verschärft wird die Situation noch durch die Zeitumstellung im Oktober. Während sich die Anfahrtszeiten zur Arbeit für Autofahrer*innen ändern, gehen die Tiere weiterhin ihren gewohnten Zeiten nach und sind deswegen früher auf den Straßen unterwegs. Besonders am Nachmittag rechnen viele Fahrzeugführer*innen noch nicht mit der drohenden Gefahr eines Wildwechsels.

Wenn das Tier plötzlich auf der Straße auftaucht ist es wichtig abzubremsen, das Fernlicht abzublenden und die Spur zu halten. Im Falle eines Falles geht für Autofahrer*innen der Zusammenprall mit einem Tier glimpflicher aus, als mit dem Wagen in einen Baum zu krachen. Deshalb sollte immer die Spur gehalten und riskante Ausweichmanöver vermieden werden. Außerdem sollte jederzeit noch mit einer Herde, also weiteren Tieren gerechnet werden.

 

Verhalten nach einer Kollision

Wenn der ungünstigste Fall eingetreten ist und es zum Zusammenstoß mit dem Wild gekommen ist, gibt es einige Schritte, die man als Autofahrer*in ruhig und besonnen erledigen sollte.

  • Die Unfallstelle sollte mit Warnblinklicht und Warndreieck abgesichert werden

  • Die Polizei und möglicherweise der Rettungsdienst muss an den Unfallort gerufen werden

  • Das Tier sollte möglichst nicht angefasst werden

Die Bergung des Tieres nach einem Wildunfall fällt in den Aufgabenbereich des Försters oder des zuständigen Jagdpächters. Wer den Vierbeiner einfach mitnimmt und den Unfall nicht meldet, macht sich der Wilderei strafbar und verstößt gegen das Tierschutzgesetz. Außerdem wird von der Polizei eine Wildunfallbescheinigung ausgestellt, den Fahrzeughalter*innen bei der Versicherung einreichen können.

 

Quelle: Polizeidirektion Trier
 

 

 

 

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