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Instagram, Facebook & Co.: Nicht einfach posten!

Kinderfotos im Netz: Experten warnen - das sollten Eltern wissen!

Kaum geknipst, schon wird das Bild via WhatsApp, Facebook oder Instagram geteilt. Fast täglich begegnen uns Kinderfotos im Netz – diese sind zwar niedlich anzuschauen, die Eltern der Sprösslinge tragen aber auch eine große, oft unterschätzte Verantwortung, denn die Bilder im Netz sind oft frei zugänglich und können in falsche Hände geraten. Das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) rät daher dazu, sechs Grundsätze zu beachten, wenn Kinderbilder gepostet werden.

Kinder miteinbeziehen

Bevor viele Kinder zwei Jahre alt sind, sind sie schon in der Social-Media-Welt präsent - und das ohne ihre Zustimmung. Was Eltern besonders süss finden, ist für die Kinder, wenn sie älter sind, vielleicht mega peinlich. Zudem wird oft ihre Privatsphäre verletzt, aber auch Schutzrechte sind in Gefahr, erklärt das Deutsche Kinderhilfswerk. Denn einmal im Netz, verschwinden diese Bilder nie wieder und sind außerdem frei zugänglich und können daher auch in falsche Hände geraten. 

Ist der Nachwuchs schon älter, sollte dieser unbedingt mitentscheiden, ob und welche Bilder von ihm im Internet veröffentlicht werden. So lernen Kinder direkt von Beginn an einen verantwortungsvollen Umgang mit persönlichen Informationen im Netz.

Personenbezogene Details lieber vermeiden

Neben dem Foto sollte niemals der vollständige Name der Kleinen zu lesen sein. Auch detailreiche Infos über die Kita oder die Schule haben im Netz nichts zu suchen.

Sind noch weitere Kinder auf der Aufnahme zu erkennen, benötigen die Fotograf*innen vor einer Veröffentlichung zwingend die Einwilligung von deren Eltern.

Gesichter unkenntlich machen

Bevor ein Bild einer lustigen Situation gepostet wird, sollte man darauf achten, dass die Persönlichkeitsrechte von Kindern nicht verletzt werden. Vor allem dann, wenn die Kinder selbst noch nicht alt genug sind, um ihre Zustimmung zur Veröffentlichung eines Fotos zu geben. Die meisten Schnappschüsse lassen sich nämlich auch so abbilden, dass nicht zwingend das Gesicht des Kindes zu sehen sein muss. Es kann ebensogut von hinten oder von oben fotografiert werden.

In den gängigen Apps lassen sich auch problemlos Emojis über Augen, Nase und Mund platzieren, sodass die Privatsphäre des Nachwuchses nicht verletzt wird.

"Peinliche" Fotos haben nichts im Netz zu suchen

Ist es noch so witzig oder niedlich, wenn das Kind nackig in der Badewanne plantscht oder auf dem Klo sitzt, im Netz sollten diese Bilder nicht veröffentlich werden. Generell sollte darauf verzichtete werden, Aufnahmen von unbekleideten Kindern im Netz zu zeigen. Solche Fotos können die Kinder später unangenehm einholen. Geprüft werden sollte auch, was noch auf dem Foto zu sehen ist, z.B. eventuell unangenehme Dinge im Hintergrund.

Sicherheits- und Privatsphäre-Einstellungen regelmäßig prüfen

Bei jedem Posting, das Infos über ihre Kinder enthält, sollten sich Eltern vergewissern, welche Sichtbarkeitseinstellungen gewählt wurden. Muss wirklich jeder Kollege/Kollegin den vermeintlich süßen Schnappschuss auf Facebook sehen, oder reicht es nicht vielleicht auch, die Sichtbarkeit auf die die engsten Freunde zu beschränken? Das DKHW rät dazu, den Empfängerkreis stets so eng wie möglich zu halten. Die eigenen Privatsphäre- und Sicherheitseinstellungen sollten daher, um sicher zu gehen, wer Ihre Posts sehen kann, regelmäßig kontrolliert werden. 

Eltern sollten Vorbildfunktion wahrnehmen

Erwachsene, also insbesondere Eltern oder Großeltern, haben für ihre Kinder eine Vorbildfunktion. Kinder profitieren davon, wenn man als erwachsene Person selbst verantwortungsbewusst mit Fotos von sich und den eigenen Kindern in Sozialen Medien umgeht. Nicht nur, weil sie dadurch vor potenziell ungewollten Einblicken geschützt werden, sondern auch, weil ihnen durch die direkte Beteiligung von Anfang ein verantwortungsbewusster Umgang mit persönlichen Daten im Internet vermittelt wird.

Quelle: Deutsches Kinderhilfswerk