Spielideen: So beschäftigst du dein Kind während der Quarantäne

Die Coronakrise hat uns weiterhin fest im Griff. Immer wieder heißt es für viele Familien auch Quarantäne – eine ganz besondere Situation. Und mit Kindern im Homeoffice durchaus eine echte Herausforderung. Die Tage können dann ganz schön lang sein, wenn die Kleinen ständig beschäftigt werden wollen und es keine Möglichkeit gibt, sich draußen frei zu bewegen. Damit die Stimmung und die Ideen nicht auf der Strecke bleiben, lest hier die Tipps der RPR1.Hörer*innen, wie Familien die Zeit gut überstehen und es nicht langweilig wird.

Tipps, um Kinder daheim zu beschäftigen

Heißt es erst mal Quarantäne, stellen sich Eltern die Frage, wie sie ihre Kinder während der nächsten Tage beschäftigen können. Wohin mit all dem natürlichen Bewegungsdrang, wenn sie nicht raus dürfen und es vielleicht auch keinen Garten zum Toben gibt? Statt die ganze Zeit vor dem TV, Tablet oder der Spielekonsole zu verbringen, gibt es tolle Spielideen, die sich auch drinnen umsetzen lassen. Eine gewisse Routine, im Sinne eines strukturierten Tagesablaufs mit festen Essens-, Schlafens- und Arbeitszeiten, kann ebenfalls dabei helfen, den Lagerkoller zu vermeiden. Die Kinder wissen dann auch, wann sie sich alleine beschäftigen müssen und wann Zeit zum gemeinsamen Spielen ist. 

 

Mit Kreativität ein eigenes Spiel erfinden

Damit erst gar nicht Langeweile und schlechte Stimmung aufkommt, muss Abwechslung her. Das hat sich auch Familie Schwaderlapp aus Wiesbaden gedacht und etwas ganz Neues ausprobiert: Sie haben im Lockdown ein Brettspiel entwickelt, das mittlerweile sogar international erfolgreich ist. Bei „Corona - mit Eifer ins Geschäft“ geht es darum, Klopapier, Nudeln und Mehl einzukaufen, ohne sich mit dem Virus zu infizieren. Aktionskarten wie „Lockdown“ sorgen für weiteren Spielspaß. Zudem soll das Spiel helfen, die aktuelle Situation besser zu verarbeiten.

Wie entwickelt man denn nun selbst ein Spiel? Im Interview mit Kunze erklärt Familienvater Benedikt, wie das funktioniert: 

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Wie entwickelt man ein Spiel?

Auch Lust ein Spiel zu entwickeln? Das rät der Spiele-Erfinder:

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Tipp vom Spieleerfinder

 

Spielideen für drinnen

Eltern und ihre Kinder werden während der Quarantäne auf eine harte Probe stellt. Wie kann der Nachwuchs noch sinnvoll zuhause beschäftigt werden? Damit die Kinder nicht vor den Bildschirmen von Handy, Tablets etc. versinken müssen, gibt es hier Tipps gegen Langeweile von unseren RPR1.Hörer*innen:

Mikroabenteuer schaffen

Oft braucht es gar nicht viel, um ein echtes Abenteuer zu erleben. Auch die eigenen vier Wände können schon reichen, um kleine, besondere Erlebnisse zu schaffen, die Kinder sonst gar nicht erleben würden: Picknick im Wohnzimmer, richtiges Zelt im Kinderzimmer aufschlagen, Höhle bauen oder eine eigene Schatzkiste für Erinnerungsstücke basteln.  

Damit können sich Kinder prima alleine beschäftigen:

  • 3D-Stift: Im Handumdrehen dreidimensionale Kunstwerke erschaffen (für ältere Kinder)
  • Ausgrabungssets
  • Hindernisparcours bauen
  • Mandalas ausmalen
  • Puzzeln
  • All-time-Favorite: Lego bauen
  • Kneten
  • Aufkleber auf buntes Papier kleben
  • Aus Schuhkarton Murmelnbahn bauen

Gemeinsame Spielideen:

  • selbstgemachte Knetseife herstellen
  • DYI-Grußkarten selbstgestalten
  • Salzteig für Handabdrücke
  • Malen mit Fingerfarben
  • Stopptanz
  • Verkleiden und Theater spielen
  • kleine Spaßvideos drehen
  • Verstecken spielen

 

Spieleklassiker für zuhause

Auch wenn diese Spiele auf den ersten Blick vielleicht ein bisschen "oldschool" erscheinen, sie sorgen garantiert für Begeisterung und Ablenkung:

„Wer bin ich?“

Für dieses Spiel benötigt man mindestens zwei Personen, Post-Its und einen Stift. Je mehr Spieler sich finden, umso besser. Lesen und Schreiben sind Voraussetzung. Daher eignet dieses Spiel besonders für Kinder ab dem Grundschulalter. Und so geht’s: Man denkt sich für seinen Gegenspieler eine Person, fiktive Figur oder ein Tier aus Film, Fernsehen oder Büchern aus und notiert seine Idee verdeckt auf einem Post-It. Der Gegner darf nicht sehen, was notiert wird. Anschließend klebt man den Zettel an die Stirn seines Gegenübers. Hat jeder einen Zettel erhalten, kann das Spiel beginnen. Nun muss jeder durch Ja- und Nein-Fragen versuchen, die eigene Figur auf der Stirn zu erraten. Wurde die gestellte Frage mit "Ja" beantwortet, darf man fortfahren. Lautet die Antwort jedoch "Nein", ist der nächste an der Reihe. Das Spiel ist zu Ende, wenn alle erraten haben, welche Person oder Figur sie sind.

 

„Ich sehe was, was du nicht siehst!“

Dieses Spiel kann sowohl drinnen als auch draußen im Garten oder auf dem Balkon gespielt werden und sorgt eine ganze Weile für gute Laune und jede Menge Spaß. Ein Mitspieler sucht sich einen Gegenstand aus und beschreibt diesen anhand einer Eigenschaft. Beispielsweise: „Ich sehe was, was du nicht siehst, und das ist blau.“ Anschließend gibt jeder ein Vermutung ab. Ist der Gegenstand noch nicht erraten, wird in der nächste Runde eine weitere Eigenschaft hinzugefügt. Beispielsweise: „Ich sehe was, was du nicht siehst, und das ist blau und rund.“ Anschließend darf jeder Mitspieler mutmaßen, um was es sich handeln könnte. Es werden so viele Runden gespielt, bis der Gegenstand erraten ist. 

 

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