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Café in Berlin stellt Poller gegen Kinderwagen vor Tür

Zwei Poller gegen Kinderwagen vor der Tür eines Cafés in Berlin haben im Netz eine riesen Debatte ausgelöst. Ist die Aktion angebracht oder maximal kinderfeindlich?

Unsympathischstes Café?

Auslöser für den Aufschrei im Netz war ein Tweet des Schriftstellers Albrech Selge, der einen Schnappschuss des kuriosen Café-Eingangs hochgeladen und dazu geschrieben hatte: „Wow, Poller in der Tür gegen Kinderwagen und Rollstühle. Ich glaub, das ist wirklich #Moabit's unsympathischstes Café.“

 

Betreiberin sagt, sie habe nichts gegen Kinder

Die Betreiberin sagte am Mittwoch gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass Kinderwagen in dem sehr kleinen Café immer mehr überhand genommen und wiederholt Schäden, etwa an Wänden, hinterlassen hätten. Die Verantwortlichen hätten sich demnach vor etwa zwei Monaten dazu entschieden, die Poller aufzustellen. Vorher habe man lange und vergeblich per Schild darum gebeten, dass Kinderwagen nicht mit in das Lokal gebracht werden.

Die Betreiberin, die laut dpa namentlich nicht genannt werden wollte, betonte, sie sei Mutter und habe nichts gegen Kinder. Zudem seien die Poller auch keinesfalls eine Aktion gegen Rollstuhlfahrer: Diese könnten nach wie vor über einen Seiteneingang ins Café kommen.

 

Lässt sich das „Problem“ auch anders lösen?

Schriftsteller Albrecht Selge sagte gegenüber der dpa, er finde die Poller „unmöglich“, doch über den Wirbel nach seinem Tweet sei er überrascht und auch ein bisschen schockiert gewesen: Einen Boykott verärgerter User habe er nicht auslösen wollen. Er sei jedoch der Auffassung, dass sich das Platzproblem bestimmt auch anders lösen lasse, etwa mit einem Abstellplatz für Kinderwagen draußen.

Indes hat sich sogar das zuständige Bezirksamt Mitte eingeschaltet. Auf Twitter schrieben sie: „Wir haben das bereits an die Beauftragte für Menschen mit Behinderung weitergeleitet.“

 

Quelle: dpa

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