Home Office und Kinderbetreuung

Viele arbeiten derzeit im Home Office. Wenn man nebenbei noch Kinder betreuen muss, kann das aber schnell im Chaos enden. Damit du die Nerven behältst, deiner Arbeit nachkommen kannst und deine Kinder bei all dem nicht zu kurz kommen, haben wir ein paar praktische Tipps für dich.

Das kann ja heiter werden... 

Zwischen Mails und Videokonferenzen können einen Trotz- und Wutanfälle, Nörgeleien und Geschrei schnell in den Wahnsinn treiben. Der Spagat zwischen Home Office und Kinderbetreuung stellt für viele Familien derzeit eine große Herausforderung dar. Damit Job und Kinderbetreuung nicht zum Desaster werden, muss man seinen Nachwuchs „einfach“ nur bei Laune halten und ausreichend beschäftigen. Mit diesen Ideen ist das vielleicht ein bisschen leichter möglich. 

 

Eine feste Struktur ist das A und O

Damit das Arbeiten von Zuhause aus möglichst stressfrei und entspannt von der Hand geht, muss man sehr strukturiert vorgehen. Ein fester Tagesplan, an den sich alle Familienmitglieder halten, kann da sehr hilfreich sein. Natürlich ist das abhängig vom Alter der Kinder. Je älter die Kids, umso leichter lässt sich der Plan umzusetzen. 

Und der könnte zum Beispiel so aussehen:

  • Man beruft eine feste Frühstückszeit ein. Jeder ist zu dieser angezogen und startklar für den Tag.
  • Dann kann der Nachwuchs etwa von 9.30 Uhr bis 12.00 Uhr lernen, malen, lesen oder ausnahmsweise ein bisschen fernsehen. 
  • Um 12.00 Uhr ist dann Treffpunkt in der Küche und das gemeinsame Kochen, Tisch decken und Essen steht auf dem Plan.
  • Anschließend wird ein bisschen zusammen gespielt. Wer einen Garten, einen Balkon oder eine Terrasse hat, der sollte bei gutem Wetter raus an die Luft
  • Gegen 15.00 Uhr setzt man sich dann wieder an den Laptop und lässt seinen Nachwuchs malen, sich mit den Tablet und Lern-Apps beschäftigen oder auch mal mit Freunden telefonieren. 

 

Kleine Challenge um etwas Zeit zu schinden

Der Cup-Song ist die ideale Möglichkeit, um seinen Nachwuchs vor eine echte Herausforderung zu stellen. Während die Kids üben, kann man ganz entspannt und in aller Ruhe ein paar Mails beantworten.

 

Das „Wenn-Dann-Prinzip“

Mit dem „Wenn-Dann-Prinzip“ kann man sich Luft und Zeit verschaffen. Außerdem schont man auf Dauer sein Nervenkostüm. Beispielsweise: „Wenn du mich während der Telefonkonferenz nicht störst, dann backen wir heute Nachmittag zusammen einen Kuchen.“ Mit solchen Ansagen weiß jeder in der Familie, woran er ist.

 

Alles etwas lockerer sehen 

Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. So ist es derzeit ratsam und absolut zu empfehlen, Bildschirmzeiten, Draußenzeiten, das Essen von Süßigkeiten und andere pädagogische Maxime, die man normalerweise so hat, etwas zu lockern. Solange man Kindern klar macht, dass die Welt sich irgendwann wieder normal weiterdreht, darf jetzt einfach mal alles anders sein. Ganz nach dem Motto: "Bis wann darf ich fernsehen?“ "Na, so bis zum 19. April.“

 



 

Videochats mit Freunden

Gar keinen Kontakt zur Außenwelt und den Freunden zu haben, ist auch für Kinder nicht einfach. Zwar ist telefonieren für kleinere Kinder noch etwas schwer, doch eine super Alternative ist der Videochat. Beim Malen, Basteln oder einfach so zwischendurch kann man seinen besten Freund einfach zuschalten und eine Runde quatschen. Ein super Zeitvertreib, der garantiert gute Laune macht

 

Realistisch bleiben

Arbeitgeber wissen, dass es für Eltern derzeit mehr als schwierig ist, 100 % abzuliefern und acht Stunden konzentriert im Home Office zu arbeiten. Gerade für Eltern mit Kleinkindern ist es in der momentanen Situation schwierig, Job und Familie unter einen Hut zu bekommen. Deshalb ist es ratsam, ehrlich und vor allem realistisch zu sich selbst zu sein. Also, lieber tagsüber auch mal "aufgeben" und alles liegen lassen, sich aber dafür abends konzentriert für zwei Stunden an den Laptop setzen.

 

++ In eigener Sache++ 

Wir wissen, dass nicht alle Eltern das Privileg besitzen, in der aktuellen Situation von daheim aus arbeiten und bei ihren Kindern sein zu können. Unsere vollste Hochachtung gilt vor allem jenen Müttern und Vätern, die einen Fulltime-Job außer Haus UND die Betreuung ihrer Kinder koordinieren müssen!

 

Quelle: Brigitte

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