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Apothekensterben in Rheinland-Pfalz ist besorgniserregend

Sterben immer mehr Apotheken in unseren Regionen aus? Experten haben eine schockierende Antwort. Wir zeigen, mit welcher Aktion die Apotheker von der Südpfalz bis nach Köln das verhindern wollen.

Initiative im Netz

Unter dem Hashtag #DaumenhochfürmeineApothekevorOrt kursieren derzeit zahlreiche Clips in den sozialen Netzwerken, die für ordentlich Zündstoff sorgen. Thematisiert wird das regionale Apothekensterben, das immer mehr zunimmt – auch von der Südpfalz bis nach Köln. Die Apotheker Ann-Katrin Kossendey-Koch aus Wiefelstede (Niedersachsen) und Jan Reuter aus Walldürn (Odenwald) glauben an die Wichtigkeit der regionalen Versorgung und haben deshalb im Social Web eine eigene Initiative gestartet. Sie riefen die User auf mit Videos, Texten und Bildern Statements für den Erhalt der Geschäfte zu setzen. Innerhalb kürzester Zeit fand die Aktion große Begeisterung im Netz.  

 

„Für unsere 24/7 365 Tage Helden“

Auch Toby Sulianto aus der Südpfalz macht in einem Video darauf aufmerksam, dass trotz der fehlenden Beratung immer mehr Menschen auf Medikamente aus dem Internet zurückgreifen. „Diesmal komme ich mit einem wichtigen Thema zu euch“, erklärt Sulianto in seinem Posting. „Es ist wichtig, dass wir hinter unseren Apotheken vor Ort stehen und nicht weil wir nur ein paar Cent sparen zu Versandapotheken wechseln. Es ist wichtig, dass es um den persönlichen Kontakt geht, die persönliche Betreuung und den fachlichen Blick auf ausgestellte Rezepte.“ Er schließt sein Posting mit den Worten: „Für unsere 24/7 365 Tage Helden.“

 

Apothekensterben schreitet voran

Auch Experten sehen die aktuelle Situation kritisch. Frank Eickmann, Pressesprecher des Apothekerverbands Rheinland-Pfalz e.V., sieht den Grund für das Sterben zum einen in den schwierigeren wirtschaftlichen Bedingungen, zum anderen in der mangelnden Perspektive. „Die Lage in Rheinland-Pfalz ist ein Abbild der gesamten Situation in Deutschland.“ Die Zahl der Apotheken ist im gesamten Bundesland um knapp 20 Prozent gesunken. „In Rheinland-Pfalz stirbt etwa alle drei bis vier Wochen eine Apotheke. Das ist besorgniserregend.“ Eickmann ergänzt: „Wenn besonders im ländlichen Raum eine Apotheke schließt, kann das für akute Patienten unangenehm werden.“

 

Quelle: RPR1. / Facebook

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