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Nordrhein-Westfalen: Dortmund

Vorsicht vor Schockanrufen!

Die Polizei warnt aktuell vor Schockanrufen! Seit Dienstag (08.03.2016) häufen sich in Dortmund Schockanrufe bei älteren Personen.

So läuft der Anruf ab:

Ein Mann ruft an und weint und schreit am Telefon. Zumeist gibt er dann an, dass er einen Verkehrsunfall verursacht habe und von der Polizei festgehalten würde.

Das Gespräch wird ausschließlich in polnischer Sprache geführt. Dann übernimmt ein weiterer Täter das Telefonat und gibt sich in deutscher Sprache als Polizeibeamter oder Rechtsvertreter aus, der den Vorfall des angeblichen Verwandten bestätigt.

Im Weiteren werden entweder Kosten für die Operation des Unfallgegners oder eine Kaution für die Freilassung bei der Polizei verlangt. Bei den Summen handelt es sich um extrem hohe Phantasiesummen.

Opfer werde in psychischen Ausnahmezustand versetzt

Die Geschädigten werden hierbei in einen extremen psychischen Ausnahmezustand versetzt. Sie suchen teilweise umgehend ihr Geldinstitut auf, um alle Verträge und Sparbücher zu kündigen um so an so viel Geld wie möglich zu gelangen und dem vermeintlichen Opfer zu helfen.

Die Polizei rät in diesem Zusammenhang:

Rufen Sie Ihre(n) Verwandte(n) oder Bekannte(n) unter der Telefonnummer zurück, die Sie auch bei anderen Gesprächen wählen. Nicht auf Geldforderungen eingehen:
Weder die Polizei noch Ärzte werden in bar bezahlt! Die geforderten Summen sind Phantasiesummen.

  • Merken/ Notieren Sie sich die Telefonnummer aus dem Display.
  • Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Sie vermuten, dass ein Telefonbetrüger es auf Sie abgesehen hat.
  • Wenden Sie sich auch an die Polizei, wenn Sie bereits Opfer geworden sind: Die Opferschutzbeauftragten der Kommissariate Vorbeugung helfen Ihnen gerne.
  • Geben Sie Unbekannten auf keinen Fall ungeprüft Bargeld.

Wir empfehlen den Familienmitgliedern von Seniorinnen und Senioren: Um Ihre älteren Angehörigen zu schützen, sprechen Sie mit ihnen und weisen auf die Methoden und verschiedenen Varianten des sog. "Enkeltricks" der Betrüger hin.

Quelle: Polizei