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Blitzer-Attrappe gebastelt: Familienvater droht Gefängnis

Ein Familienvater aus Köln-Holweide ärgerte sich täglich über die zu schnell fahrenden Autos in der Tempo-30-Zone vor seinem Haus, dass er zusammen mit seinen Kindern eine Blitzer-Attrappe bastelte und sie in seinen Vorgarten stellte. Der fake-blitzer zeigte Wirkung, doch jetzt droht dem Kölner sogar Gefängnis.

Vater will Raser in Tempo-30-Zone stoppen

Das Haus des Kölners Jannik Jung steht in einer scharfen Doppelkurve im Stadtteil Holweide, wo die Unfallgefahr besonders hoch ist. Immer wieder muss der Familienvater beobachten, dass Autofahrer durch die Straße heizen, obwohl hier Tempo 30 gilt.

Fünf Jahre lang stritt sich der 37-Jährige mit der Stadt und der Bezirksvertretung, dass diese einen Blitzer vor seinem Haus aufbauen, doch nichts passierte. Kurzerhand überlegte er sich im vergangen Jahr, selbst etwas zu unternehmen, um die Raser zu stoppen.

 

Fake-Blitzer mit Kindern gebastelt

Mit seinen Kindern bastelte der Vater eine Blitzer-Attrappe aus Holzplatten und stellte diese in seinen Vorgarten. Der Fake-Blitzer zeigte Wirkung und die Situation auf der Straße habe sich merklich entspannt, erzählte Jung gegenüber dem Express.

 

Jetzt droht Gefängnis

Doch nun erhielt der 37 Jahre alte Mann eine Anklageschrift der Kölner Staatsanwaltschaft und muss sich bald wegen Amtsanmaßung vor dem Amtsgericht verantworten. „Wer unbefugt eine Handlung vornimmt, welche nur kraft eines öffentlichen Amtes vorgenommen werden darf, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraf“, heißt es im Gesetz.

Jung baute daraufhin, unter Bedauern der Nachbarschaft, seine Blitzer-Attrappe ab. 

Wie der Express mitteilt, habe sich offenbar ein Autofahrer über den falschen Blitzer geärgert und beschwert. Während Mülheims Bezirksbürgermeister die Attrappe für „fragwürdig“ hält, sagte ein Stadtsprecher: „Eine Verkehrsbeeinflussung scheint hier nicht gegeben zu sein.“

Am 10. Dezember wird der Fall vor Gericht  verhandelt.  

 

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