Waschmaschine „hüpft“: Was kann dahinterstecken?

Am Ende eines jeden Waschprogramms folgt der Schleudergang. Um überschüssiges Wasser aus der Kleidung zu bekommen, gibt die Maschine richtig Gas. Dabei kann es passieren, dass das Gerät stark wackelt und sich möglicherweise sogar vom Fleck bewegt. Woran das liegt und was man dagegen tun kann, erfährst du hier.

Maschine hebt beim Schleudergang fast ab?

Eigentlich kennt man das Bild der hüpfenden Waschmaschine, die sich völlig unkontrolliert durch den Raum bewegt, nur aus Filmen. Doch hin und wieder kann es passieren, dass eben genau das in den eigenen vier Wänden passiert oder das Gerät im Schleudergang heftig wackelt und stark vibriert. Doch woran liegt es, dass es dazu überhaupt kommt?

Grundsätzlich gilt: Bevor man selbst Untersuchungen anstellt, muss das Gerät unbedingt vom Stromkreislauf genommen werden! Außerdem wird empfohlen, die Bedienungsanleitung parat zu haben, um sich zu vergewissern, wo welche Bauteile liegen und wie man sie richtig abmontiert, untersucht oder reinigt. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte in jedem Fall einen Fachmann zurate ziehen.

 

Ungleichmäßig beladen

Wenn das Programm in vollem Gange ist und sich die Wäsche ungleichmäßig im Inneren der Maschine verteilt, entsteht eine Unwucht. Infolgedessen reagiert das Gerät mit starkem Wackeln. Wäscht man beispielsweise Schuhe mit oder hat Materialien in der Trommel, die sich mehr mit Wasser vollsaugen als andere, tritt eben dieser Effekt ein.
Um sicher zu gehen, dass kein technisches Problem vorliegt, kann man die Maschine einmal leer laufen lassen. Ist das Wackeln verschwunden, hat man die Antwort. Ist das Gegenteil der Fall, sollte man einen Fachmann konsultieren.

 

 

Zu viel Wäsche

Jede Waschmaschine hat ein maximales Ladegewicht. In der Regel schwankt dieses zwischen sechs bis neun Kilogramm. Wird die Begrenzung missachtet und die Trommel schlichtweg überladen, treten beim Schleudern Probleme auf. Aus diesem Grund sollte man sich an die Vorgaben des Herstellers halten. Nur so lässt sich ein lautstarkes Vibrieren und Wackeln vermeiden.

 

Maschine muss gerade stehen

Wenn der Untergrund uneben ist oder die Standfüße der Waschmaschine falsch justiert sind, treten während des Betriebs unangenehme Geräusche auf und die Maschine rüttelt vor sich hin. Mit Hilfe einer Wasserwaage kann man überprüfen, ob das Gerät tatsächlich gerade steht. Eine Matte kann Bodenunebenheiten im Übrigen schnell ausgleichen.
Zuerst sollten jedoch die Füße neu eingestellt werden.

 

Ablaufpumpe defekt

Eine Fehlerquelle kann auch die Ablaufpumpe sein. Kann das Waschwasser nicht aus der Trommel abfließen, entsteht wieder eine Unwucht. Die Maschine rüttelt infolgedessen lautstark vor sich hin. Nun sollte geprüft werden, ob es sich um eine bloße Verstopfung handelt oder das Bauteil tatsächlich defekt ist und ausgetauscht werden muss. Dafür benötigt es wenig Handgriffe.
Zuerst überprüft man das Flusensieb und reinigt es anschließend gründlich. Sollte keine Verunreinigung erkennbar sein, muss die Pumpe auf Schäden untersucht werden. Gegebenenfalls muss diese durch eine neue ersetzt werden.

 

 

Gegengewichte haben sich gelockert

In jeder Waschmaschine sind sogenannte Gegengewichte verbaut, die ein starkes Wackeln während des Betriebs verhindern sollen. Sind diese nicht ausreichend befestigt oder sind sogar beschädigt, kann das Gerät diese Funktion nicht mehr erfüllen. Das hat zur Folge, dass die Maschine sehr laut wird, sich bewegt, vielleicht sogar hüpft und ein Geräusch wie ein Hammerschlag zu hören ist.

 

Motordrehzahlmesser funktioniert nicht mehr

Der sogenannte Motordrehzahlmesser bestimmt die Drehgeschwindigkeit des Waschmaschinenmotors. Liegt ein Defekt vor, dreht die Maschine durch und bleibt abrupt stehen. Nun gibt es nur noch einen Lösungsweg: Das kaputte Teil ersetzen.

 

Verstopfte Schläuche

Von Zeit zu Zeit kann es passieren, dass Verbindungsschläuche im Inneren verstopfen, so dass das Wasser nicht mehr richtig abfließen kann. Ist dies der Fall, kommt es erneut zu einer Unwucht, die sich durch starkes Wackeln beim Schleudern äußert. Nun heißt es, Schlauch ausbauen, reinigen, auf Schäden prüfen und gegebenenfalls einen neuen einbauen.

 

 

Stoßdämpfer defekt

Trifft keiner der vorangegangenen möglichen Gründe zu, sollten die Stoßdämpfer unter die Lupe genommen werden. Sind diese alt oder defekt, erfüllen sie nicht mehr ihren Zweck und müssen erneuert werden.

 

Quelle: My Homebook

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