Polizei warnt: Keine Fotos aus dem Urlaub öffentlich posten

In der Ferienzeit sieht man auf Facebook, Instagram & Co. immer wieder Fotos von Freund*innen, die stolz Aufnahmen ihrer Reisen posten. Die Polizei warnt allerdings eindringlich vor der Verbreitung solcher Schnappschüsse im Internet. Diese können Kriminellen eine Steilvorlage bieten, um in die eigenen vier Wände einzubrechen.

Diese Dinge solltest du niemals öffentlich posten

Urlauber*innen sollten so wenige Details wie möglich über ihre Abwesenheit bekanntgeben. Daten wie Ortsangaben, Urlaubsziel und Zeitpunkt der Reise sollten niemals im Internet preisgegeben werden. Auch Fotos sind mit Vorsicht zu genießen: „Ist darauf die ganze Familie zu sehen, können sich Einbrecher sicher sein, dass das Haus verlassen ist“, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamts. „In Vernehmungen von Tätern ist bereits bestätigt worden, dass Einbrecher soziale Netzwerke als Instrument nutzen“, sagt ein Sprecher des hessischen Landeskriminalamts. Wie viele Einbrüche durch solche Postings in sozialen Netzwerken entstehen, ist bisher noch nicht bekannt.

 

In der Einbrecher-Szene eine stark genutzte Plattform

„Natürlich nutzen Einbrecher soziale Netzwerke zur Ausspähung und Vorbereitung von Taten“, sagt auch Ali Khamis (Name von der Redaktion geändert), der selbst jahrelang bei Fremden eingebrochen, mittlerweile aber aus der Szene ausgetreten ist. „Früher war es der überfüllte Briefkasten, der signalisiert hat, wenn jemand nicht Zuhause war“, so Khamis. Heute kundschaftet man das Opfer auf Facebook aus.

 

So kannst du dich schützen

Es gilt vor allem in sozialen Netzwerken die Privatsphäre-Einstellung zu beachten, sodass nicht befreundete Nutzer*innen niemals auf die eigenen Fotos und Postings zugreifen können. Die Polizei rät Urlaubsbilder lieber an einzelne Personen zu verschicken, statt öffentlich ins Netz zu stellen. Auch automatische Antworten bei E-Mail Programmen geben Hinweise auf die eigene Abwesenheit. Diese sollten entsprechend ebenfalls abgestellt werden. Zusätzlich geben die Beamt*innen den Hinweis die Rollläden zu schließen, Briefkästen nicht ungeleert zu lassen und keine Mitteilungen auf den Anrufbeantworter zu sprechen.

 

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