Wespenstich: So handelst du schnell und richtig

Wespenstiche sind extrem unangenehm: Sie brennen und jucken. Einige reagieren sogar allergisch darauf. Dabei stellen sich viele die Frage: Wie verhalte ich mich richtig, wenn ich gestochen werde? Und vor allem: Was hilft wirklich?

Welche Hausmittel helfen?

Zunächst sei gesagt: Traditionelle Hausmittel wie Zwiebeln oder Weinessig helfen bei Wespen- oder Bienenstichen nur wenig. Wesentlich wichtiger ist es, den Stich unverzüglich unter heißes Wasser zu halten. Die Gifte gerinnen durch die Hitze und können sich nicht weiter im Körper ausbreiten. 

Liegt der Stich schon einige Zeit zurück und es liegt schon eine Schwellung vor, solle man die Stelle intensiv kühlen, um das Entzündungsausmaß zu verringern, sagt Julia Hölker vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD). Ganz einfach geht das mit einem Coolpack aus dem Gefrierfach. Zur Sicherheit kann der Gestochene zudem Antihistaminikum nehmen.

Auf keinen Fall solltest du versuchen, das Gift mit dem Mund auszusaugen! Das Wespengift kann über die Schleimhäute noch schneller in den Körper gelangen.

 

Bei allergischer Reaktion richtig handeln

Bei einer leichten Schwellung um den Stich herum müssen sich Betroffene erstmal keine Sorgen machen. Weitet sich die Rötung jedoch auf mehr als zehn Zentimeter um den Stich herum aus, könnte es sich um erste Anzeichen einer allergischen Reaktion handeln. Dann gilt es, schnellstmöglich eine Arztpraxis aufzusuchen.

Symptome wie Zungenbrennen, Juckreiz, Atemnot, Kopfschmerzen, Schwindel, Herzrasen oder Angst deuten auf einen allergischen Schock hin. Helfer*innen sollten sofort den Rettungsdienst alarmieren, um die Gefahr eines tödlichen Herz-Kreislauf-Stillstandes auszuschließen, rät das Deutsche Rote Kreuz.

Bis die Rettungskräfte eintreffen, sollte der Stachel entfernt werden. Dazu eignen sich die Fingernägel oder eine Pinzette, um kein restliches Gift aus der Giftdrüse in die Einstichstelle zu drücken.

 

Achtung bei Stich in den Mund- und Rachenraum!

Bei einem Stich im Mund- und Rachenraum sollte unverzüglich die 112 gerufen werden. Eine Schwellung der Atemwege kann lebensbedrohlich sein. In einer solchen Notsituation ist es wichtig, dass Sofortmaßnahmen getroffen werden – etwa Eiswürfel lutschen oder eiskalte Halsumschläge anlegen.

 

Quelle: dpa

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