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Aktuelle Schnecken-Invasion in RLP

Schnecken sind für viele Hobbygärtner der reinste Albtraum! Wie wird man die ungebetenen Gäste am besten wieder los?

Große Schäden in Gemüse- und Blumenbeeten

Sie sind mit Abstand die unbeliebtesten Gäste im Garten: Nacktschnecken. Aktuell bereiten sie zahlreichen Hobbygärtnern Kopfzerbrechen: Wie kann ich die Pflanzenfresser dauerhaft aus meinem Garten verbannen?

Zunächst sei gesagt: Schnecke ist  nicht gleich Schnecke! Den größten Schaden verursachen hauptsächlich Nacktschnecken – besonders die rötlich-braun gefärbte Spanische Wegschnecke und die schwarze Gartenwegschnecke sind die größten Übeltäter. Beide stürzen sich wahllos auf alles, was grün und für sie erreichbar ist.

Was viele nicht wissen: Gehäuseschnecken, wie zum Beispiel Weinbergschnecken, stellen hingegen keine Gefahr für das mühsam gezogene Gemüse dar. Sie isst sogar die Eier anderer Arten und sollte daher nicht im Fadenkreuz der Schneckenzerschlagung stehen.

 

Effektivster Tipp ist sehr mühsam

Am effektivsten – aber auch leider am mühsamsten – wird man die kriechenden Plagegeister los, indem man sie morgens und abends vom befallen Grün absammelt. Man sollte die Tiere danach auf keinem Fall in einem anderen Gartenbereich aussetzen. Eine Entsorgung der Kriechtiere ist unabdingbar.

Um sich die Suche zu erleichtern, sollte man gezielt Lockfallen errichten. Schnecken werden beispielsweise von alten Brettern, Ernteabfällen oder von sogenannten Fangpflanzen (Tagetes) magisch angezogen.

Von was Experten am meisten abraten, sind Bierfallen (Glas mit Bier im Beet eingraben). Sie haben nämlich einen unangenehmen Nebeneffekt: Sie locken meist mehr Schnecken aus den Nachbargärten an, als in ihnen ertrinken!

 

Sägemehl oder Tannennadeln als Barrieren

Ein weiterer effektiver Trick ist das Ausstreuen von Sägemehl, Steinmehl, Brennkalk oder Tannennadeln. Die Schnecken scheuen es, darüber zu kriechen und drehen wieder um. Einziger Nachteil dieser Schneckenbekämpfungs-Methode: Die Barrieren rund ums Beet müssen nach jedem Niederschlag erneuert werden.

 

Tierische Verbündete suchen

Beim Kampf gegen die Kriechtiere ist es am besten, wenn man sich Verbündete sucht: Auf dem Speiseplan von zahlreichen Tieren stehen Schnecken nämlich ganz oben. Igel, Spitzmäuse, Maulwürfe, Erdkröten oder verschiedene Vögel sollten daher ebenfalls in deinem Garten Unterschlupf finden, da sie die Schnecken-Population eifrig „wegfressen“.

 

Finger weg von Gift-Ködern

Viele Hobbygärtner versuchen sich mit „Schneckenkorn“ zu behelfen und streuen die chemischen Köder wild in den Garten. Hiervon raten Experten allerdings ausdrücklich ab. Die Schneckenköder töten nämlich nicht nur die nervigen Kriechtiere, sondern können auch Vögeln und Säugetieren gefährlich werden.

Wer jedoch keinen giftfreien Ausweg aus der Schneckeninvasion findet, sollte in jedem Fall Produkte mit dem Wirkstoff Eisen-III-Phosphat verwenden. „Dieser ist aus gärtnerischer Sicht am empfehlenswertesten wie auch im Hinblick auf die Umweltauswirkungen am wenigsten schädlich“, so die Behörde.

 

Quelle: Weather.com

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