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Skurriler Fund

Polizei schließt Drogen-Supermarkt

Die Polizei in Wien ist auf eine sonderbare Form des Drogenhandels gestoßen: Mitten in der österreichischen Hauptstadt stießen die Ermittler auf einen Drogensupermarkt.

Abgesehen von den illegalen Waren soll der Verkaufsraum in einem Hinterhof sehr an einen üblichen Supermarkt erinnert haben, berichtet der Standard. Zu geregelten Öffnungszeiten (Montags, dienstags, donnerstags und freitags von 12.00 bis 18.00 oder 19.00 Uhr. Mittwochs war geschlossen)  konnten die Drogen erworben werden. Unerfahrenen Konsumenten sei mit Rat zur Seite gestanden worden.

Das umfangreiche Sortiment wurde mit Slogans beworben (etwa „Du hast was im Magen und Spaß daran“ für bewusstseinserweiternde Pilze) und lag sauber sortiert, teilweise auch vakuumverpackt in unterschiedlichen Gefäßen vor. Während die Ermittler den „Supermarkt“ observierten, beobachteten sie bis zu 14 Kunden pro Stunde.  

Zwei Tage hätten die Beamten zum Räumen der Geschäftsräume gebraucht, heißt es im Standard. Dabei stellten sie Waren im Wert von fast einer halben Million Euro sicher. Die Betreiber – zwei Männer um die 40 – hätten nach Schätzungen der Polizei zwischen Anfang 2015 und April 2016 Drogen im Straßenverkaufswert von gut 900.000 Euro vertrieben. Die Männer befinden sich, gemeinsam mit ihrem Lieferanten, einem Mann Mitte 50, zwischenzeitlich in Haft.

Quelle: Der Standard