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Ärzte ermöglichen drei Kindern den Tod

Seit 2014 ist in Belgien aktive Sterbehilfe erlaubt – und das egal für welches Alter. Laut einem Bericht der Regierung wurde in den Jahren 2016 und 2017 drei schwerkranken Kindern der Tod geschenkt, berichtet der Stern.

Kinder waren todkrank

Die Kinder im Alter von neun, elf und siebzehn waren alle an tödlichen schweren Krankheiten erkrankt. Der Jüngste litt an einem Hirntumor, der elfjährige Junge wurde durch die Stoffwechselkrankheit Mukoviszidose immer schwächer. Beim Siebzehnjährigen wurde mit der Duchenne-Muskeldystrophie eine der massivsten Erbkrankheiten festgestellt.

Europaweit einzigartig

„Ich sah derartiges Leiden, dass ich dachte, wir taten etwas Gutes“, berichtete Luc Proot, ein Mitglied der belgischen Kommission für Euthanasie laut Stern der „Washington Post“.

Dass die Patienten in so jungem Alter selbstständig über ihren Tod entscheiden können, ist nur in Belgien möglich. Der einzige andere Staat, der Euthanasie an Minderjährigen erlaubt ist die Niederlande, hier liegt die Altersgrenze dennoch bei zwölf Jahren. Über die Erlösung durch den Tod zu entscheiden ist aber laut belgischen Befürwortern auch für jüngere Kinder möglich. Es sei diskriminierend, wenn Minderjährige mit ihrer selbst getroffenen Entscheidung erst bis zu einer Altershürde warten müssten, schreibt „The Washington Post“.

Strikte Regulierungen notwendig

In Belgien kontrollieren strikte Regularien die Euthanasie an Kindern: Hierzu gehören Belege von Ärzten, die aufzeigen müssen, dass sich die Patienten in einer aussichtslosen, schmerzvollen Situation befinden die mit Sicherheit in der folgenden Zeit zum Tod führt. Die Minderjährigen müssen zudem ihren Wunsch nach Sterbehilfe schriftlich darlegen. Zu dieser Prozedur gehören auch diverse psychische Tests, die belegen müssen, dass das Kind aus freien Stücken handelt. Einzig die Eltern können danach einen solchen Antrag noch mit ihrem Veto verhindern.

Trotz diesen Regularien ist Sterbehilfe immer noch ein sehr umstrittenes Thema in Belgien. So wurde einer dementen Frau im letzten Jahr der Tod ermöglicht, doch der Antrag auf die ärztliche Beihilfe zum Tod erfolgte über die Familie der Belgierin.

 

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