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Neue Maßnahmen gegen sogenannten "Sauf-Tourismus"

Mit neuen Regelungen will die Regionalregierung der Balearen weiter gegen den sogenannten "Sauf-Tourismus" auf Mallorca und Ibiza vorgehen. Am vergangenen Freitag (17.01.2020) wurde ein Erlass verabschiedet, wonach All-Inklusive-Hotels etwa an der Playa de Palma ab Februar dieses Jahres nicht mehr unbegrenzt kostenlosen Alkohol anbieten dürfen.

All-Inklusive-Restriktionen

Das neue Gesetz gilt allerdings nicht für ganz Mallorca, sondern nur für zwei als problematisch geltende Gebiete der spanischen Insel: für die Playa, den sogenannte Ballermann, und die im Südwesten liegende britische Urlauberhochburg Magaluf. Außerdem ist die Region Sant Antoni de Portmany auf Ibiza betroffen.

Wie Tourismusminister Iago Nerueguela erklärte, dürfen All Inclusive-Hotels in diesen Regionen nur noch zu den Mittags- und Abendmahlzeiten je drei alkoholische Getränke gratis anbieten. Zudem werden in Bars und Restaurants Happy Hours und andere Angebote, die zu übermäßigem Alkoholkonsum einladen, verboten.

Geschäfte dürfen zwischen 21.30 und 8.00 Uhr morgens keinen Alkohol mehr verkaufen, Kneipentouren zu einem Festpreis wird es nicht mehr geben. 

 



 

Saftige Strafen

Auch der Sprung von Hotelbalkonen - das sogenannte "Balconing" - ist nun gesetzlich untersagt. Durch Vorfälle dieser Art hatten sich in den vergangenen Jahren immer wieder Urlauber schwere oder sogar tödliche Verletzungen zugezogen.

Bei Zuwiderhandlung drohen saftige Strafen: Urlauber, die trotz Verbots vom Balkon springen, werden des Hotels verwiesen und müssen bis zu 60.000 Euro bezahlen. Hotelbetreiber und Inhaber von Bars oder Geschäften
können für unerlaubten Alkoholausschank gar mit Geldstrafen von bis zu 600.000 Euro belegt werden.

 

Quelle: dpa

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