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Gurkenwasser zur Glatteisbekämpfung

Wie aktuell mehrere Medien berichten, gibt es in Niederbayern in diesem Winter ein ganz besonderes Mittel zur Glatteis-Bekämpfung: Gurkenwasser!

Restprodukt Salzwasser

Im niederbayerischen Dingolfing sitzt das Unternehmen Develey, das neben Senf auch eingelegte Gurken produziert. Als Abfallprodukt entstehen dabei große Mengen Salzwasser. Statt dieses einfach zu entsorgen, wird das Gurkenwasser jetzt zur Glatteis-Bekämpfung eingesetzt.

Wie Bild.de schreibt, sei die Idee dazu einem Angestellten von Develey gekommen. „Im Regelfall stellen Straßenmeistereien ihre Salzsole für den Winterdienst mit Salzverflüssigern her: Indem sie Tausalz mit Wasser mischen. Gegenüber dem Develey-Werk in Dingolfing befindet sich eine Straßenmeisterei, die vor ca. zweieinhalb Jahren begonnen hat, einen eigenen Salzverflüssiger für den Einsatz im Winterbetrieb aufzubauen. Da auch bei Develey Salzwasser als Restprodukt anfällt, hat unser Prozessingenieur Patrick Biebl den Kontakt aufgenommen, um mögliche Synergien mit der Straßenmeisterei auszuloten“, wird Werksleiter Thomas Huber zitiert.

 



 

Nachgewiesenermaßen unbedenklich

Bevor das Gurkenwasser auf die Straße kommt, wird es zunächst gefiltert. Und ein bisschen Salz muss dann doch noch hinzugefügt werden. Denn, während Gewürzgurken in nur 10% Salzlösung schwimmen, wird für den Streu-Einsatz ein Anteil von etwa 22% Salz benötigt.

Wie es im Bericht auf Bild.de heißt, hätten „zahlreiche vorab in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr durchgeführte Tests“ bereits die Unbedenklichkeit des Gemischs belegt.

 



 

„Außergewöhnliches Projekt“

„Das Pilotprojekt entlastet die Umwelt erheblich von Salzeinträgen. Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium, da das Projekt absolut im Einklang mit der Nachhaltigkeitsstrategie unseres Unternehmens steht“, berichtet Michael Durach, Geschäftsführer der Develey Senf & Feinkost GmbH.

Und auch der bayerische Verkehrsminister Dr. Hans Reichart ist glücklich über die Lösung: „Wir freuen uns sehr, dass wir Develey als Partner für dieses außergewöhnliche Projekt gewinnen konnten. Gemeinsam verringern wir so die Menge an Salz, das in die Umwelt gelangt – eine Win-Win-Situation für unsere Straßenmeistereien und das Unternehmen.“

Immerhin rund 700 Tonnen Salz und fünf Millionen Liter Wasser könnten so eingespart werden.

 

Quelle: Bild.de

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