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Gefahr für die Gesundheit? Vorsicht bei der Einnahme von Vitaminpillen

Millionen Deutsche nehmen sie im Glauben, ihrem Körper etwas Gutes zu tun: Vitamintabletten. Doch im schlimmsten Fall bringen die Nahrungsergänzungsmittel mehr Schaden als Nutzen.

Studien weisen krebserregende Wirkung nach

Viele Menschen, die bei Obst und Gemüse nur zaghaft zugreifen, werfen sich stattdessen gerne mal ein Nahrungsergänzungsmitteln ein. Mit Pillen, Kapseln oder Brausetabletten glaubt man, seinem Körper wichtige Vitamine zuzuführen und ihm so einen Gefallen zu tun. Rund ein Drittel aller Erwachsenen schluckt regelmäßig Vitaminpräparate. Aber genau davor warnen nun Wissenschaftler.

Zahlreiche Studien belegen, dass die Einnahme solcher Nahrungsergänzungsmittel die Entstehung von Krebszellen begünstigen kann und die vermeintlich gesundheitsfördernden Tabletten somit das genaue Gegenteil von dem bewirken, was sie versprechen.

 

Kürzere Lebenserwartung durch Vitaminpräparate

In einer in der Fachzeitschrift "Archives Of Internal Medicine" veröffentlichten Studie wurde der Lebensstil von erwachsenen Frauen über einen Zeitraum von über 20 Jahren untersucht. Diejenigen, die häufig Vitamin- und Mineralpräparate zu sich nahmen, starben häufiger an Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs.

Auch eine Metaanalyse des deutschen Krebsforschungsinstitutes, erschienen im "Journal Of The American Medical Association", kommt zu dem Schluss, dass die Einnahme von Vitamintabletten alles andere als gesundheitsfördernd ist. Demnach zeigt die Untersuchung von 68 Studien, die sich mit den Auswirkungen von Nahrungsergänzungsmitteln auf die Gesundheit beschäftigen, ebenfalls, dass die Einnahme der Vitamine A, C und E die Lebenserwartung senkt. Das Einnehmen vom Mineralstoff Selen erhöhe zudem das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken.

 



 

Kalzium schwächt das Herz

Kritisch stehen Forscher auch der Einnahme von Kalzium gegenüber. Der Mineralstoff ist zwar für ein gesundes Knochengerüst wichtig, in hohen Dosen kann Kalzium aber das Risiko für Herzinfarkte um 30 Prozent steigern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Übersichtsstudie im "British Medical Journal".

 

Beta-Carotin begünstigt Lungenkrebs

Dass Vitamin- und Mineralstoffpräparate ihren eigentlichen Zweck oft nicht erfüllen, zeigt auch eine in den 80er Jahren begonnene Untersuchung. In der sogenannten CARET-Studie wollten Wissenschaftler die vermeintlich vor Lungenkrebs schützende Wirkung des Pflanzenstoffes Beta-Carotin untersuchen. Es zeigte sich, dass Raucher, die Beta-Carotin in hohen Dosen und über einen längeren Zeitraum zu sich nahmen, häufiger an Lungenkrebs erkrankten, als ihre Vergleichspersonen. Teilnehmer der Studie waren 29.000 Männer zwischen 50 und 69 Jahren. Ihr Risiko, einen Tumor zu entwickeln, stieg durch Beta-Carotin um 18 Prozent – die Studie musste allerdings 1994 abgebrochen werden.

 

 

Ergänzungsmittel kein Ersatz für gesunde Ernährung

Es bleibt beim altbekannten Spruch: Pillen ersetzen keine gesunde und ausgewogene Ernährung. Der Grund liegt auf der Hand; Eine Tablette kann einfach nicht das liefern, was in Obst und Gemüse steckt. So sind in einem Apfel beispielsweise rund 1000 Stoffe enthalten, von denen viele noch gar nicht genau untersucht sind. Es ist also noch unklar, in welchem Verhältnis diese Substanzen zueinander stehen und wie sie unsere Gesundheit beeinflussen. Wirklich förderlich ist deshalb nur die Verbindung der verschiedenen Stoffe in einem Lebensmittel  - eine Vitamintablette kann das nicht leisten.

 

 

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