LIVE
FALL FROM GRACE - Amanda Marshall

Fähnchen am Pkw vor Autobahn-Fahrt abmontieren

Seit Beginn der Fußball-WM in Russland sieht man auf den Straßen wieder zahlreiche, mit Fähnchen geschmückte Autos herumfahren. Die beliebten Dekorationen sind aber mit Vorsicht zu genießen! Bei starkem Wind oder hohem Tempo können sich die Flaggen schnell selbstständig machen und andere Verkehrsteilnehmer erheblich gefährden.

Keine Flaggen auf der Autobahn

Wie der Auto Club Europa mitteilt, haben magnetische Flagge oder jene Exemplare, die in den Seitenscheiben eingeklemmt werden, auf der Autobahn nichts zu suchen. Zwar gibt es inzwischen mehrere Hersteller, die ihre Produkte auch für höhere Geschwindigkeiten freigeben, dennoch sollte man besser nur im gemäßigten Stadtverkehr damit unterwegs sein.

Aber nicht nur bei hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn besteht die Gefahr, dass die Fähnchen sich lösen.  Auch durch Wind (zum Beispiel auf Brücken oder bei Überholmanövern) können andere Verkehrsteilnehmer durch die Deko gefährdet werden.

 

TÜV Rheinland gibt wichtige Hinweise

"Fanartikel müssen auch im Innenraum eines Fahrzeugs richtig montiert sein. Andernfalls könnten sie sich plötzlich lösen, beispielsweise von den Scheiben oder vom Fahrzeughimmel, was den Fahrer irritieren oder sogar erschrecken", erklärt Steffen Mißbach, Kfz-Experte beim TÜV Rheinland.

Für Motorhauben-Fahnen sind höhere Geschwindigkeiten nur unbedenklich, sofern sie die passende Größe haben, straff sitzen und dem Wind keine Angriffsfläche bieten.

Problematisch - für manche Autos sogar völlig ungeeignet - sind die Überzieher für Seitenspiegel, da diese den dort integrierten Blinker überdecken könnten. "Beleuchtungseinrichtungen und Spiegelflächen dürfen vom Fanschmuck generell nicht verdeckt sein. Bei den Fahrzeugen jüngerer Bauart kann ein Seitenspiegelüberzug sogar die elektronischen Systeme lahmlegen", sagt Mißbach. Grund sind Sensoren für Fahrerassistenzsysteme, die sich unter anderem im Rückspiegel befinden und durch den Überzug fehlerhaft oder gar nicht funktionieren.

 

Quelle: Westfalenpost / TÜV Rheinland AG, Presseportal

Weitere Themen

Mehr von RPR1.